Juniorwahl: FvSG-Schüler simulieren die Landtagswahl
Juniorwahl: FvSG-Schüler simulieren die Landtagswahl

Juniorwahl: FvSG-Schüler simulieren die Landtagswahl

von Nico Ebmeier (Q1, Text), Noah Grinewitzki (Q1, Fotos) 

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erstellt am 18.05.2017



Die Wahlurne anvisieren, seine Meinung vertreten und mit seinen zwei Kreuzen die Politik womöglich maßgeblich verändern. Auch wenn dieses Szenario in den meisten Köpfen der Sekundarstufe I eher Verwirrung auslöst, ist es für die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen des FvSG nun schon zur Realität geworden. Am Donnerstag, den 11. Mai, durften die Schüler eine Wahlsimulation der Landtagswahl vom darauffolgenden Sonntag durchführen.  Und für die beteiligten Lehrer sowie Schüler war die zweite Juniorwahl – nach der Bundestagswahl von 2013 – ein großer Erfolg.
„Die meisten der Schüler dürfen in ein bis zwei Jahren bei Kommunalwahlen wählen. Umso wichtiger ist es, dass sie dann nicht ins kalte Wasser geworfen werden“, erklärte Politik-Lehrer Tim Florian Schallenberg. Seit ein paar Wochen wurden die vier Klassen der neunten Jahrgangsstufe akribisch auf das später so wichtige Spektakel vorbereitet. SPD, CDU oder vielleicht doch ein Underdog? Es ging im Politikunterricht nicht nur um den letztendlich wichtigsten Aspekt im Wahlkampf, den Wahlakt. Des Weiteren wurden auch die Basics der Demokratie erklärt. Der Unterricht behandelte etwa die Fragen, wie ein Landtag aufgebaut ist oder was ein jeder Schüler mit seinen beiden Kreuzen erreichen kann. Die vier Klassen absolvierten in Zusammenarbeit mit den Fachlehrern Frau Ameling, Herrn Griestop sowie Herrn Schallenberg beispielsweise den Wahl-O-Mat, eine Wahlsimulation, die ein jeder am Computer durchführen kann, und analysierten die Parteien und ihr Spitzenpersonal mittels der Analyse der WDR-Wahlarena. „Es ging uns in der ganzen Reihe darum, den Schülern die Politik und speziell die Demokratie ein Stück näher zu bringen“, so Schallenberg.
Die Wahl am Donnerstag war jedoch dann jedem selbst überlassen. Jeder Schüler musste, wie in einem echten Wahllokal, seinen Ausweis (hier: Schülerausweis) vorzeigen und danach in einer echten Wahlkabine seine politische Meinung zum Ausdruck bringen. Die ganze Prozedur solle möglichst realitätsnah durchgeführt werden, damit ein jeder später perfekt vorbereitet in die echten Wahlen gehen kann.
Die Schüler des FvSG wählten insgesamt etwas anders als ihre Eltern und wahlberechtigten Freunde. Während im Wahlkreis Herford II klar Angela Lück von der SPD die Oberhand vor Christian Bobka von der CDU behielt, stimmten die Schüler bei 101 gültigen Stimmen knapp häufiger für Bobka (27 Stimmen) als für Lück (24). Knapp dahinter stritten sich die Grünen (13) und die Linke um den dritten Platz (12).
Das Zweitstimmenergebnis war ebenfalls überraschend. Ginge es nach den Schülern, hätten die Grünen sowie die SPD (beide 19,8%) die Wahl für sich gewonnen. Die in NRW siegreiche CDU war mit 17,8% knapp geschlagen auf Rang drei wiederzufinden. Das FvSG in Bünde war dabei nicht die einzige Schule in NRW, die die Juniorwahl durchführte. Insgesamt wählten Schüler an 261 Schulen für ihren Landtag. Das Gesamtergebnis befindet sich hier:
http://www.juniorwahl.de/landtagswahl-nordrhein-westfalen.html