Jungforschern geht Licht auf
Jungforschern geht Licht auf

Jungforschern geht Licht auf

von Hendrik Steffens 

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erstellt am 21.02.2011


Grundschüler entdecken im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium die Wissenschaft

 

Bünde-Ennigloh. Ein Katzenskelett zieht Magnus’ Aufmerksamkeit auf sich. Geduldig studiert der Elfjährige im Biologie-Raum die Anatomie des Säugers. Zeitgleich im Musikraum versuchen sich Nora, Annika Kristin und Justus an einer gemeinsamen Harmonie auf der Querflöte. Gizem testet im Physikraum, gemeinsam mit Mama Güler Kadaifci, ihre Reflexe.

Erinnern Sie sich noch an die Stunden trockener Theorie in Ihrer Schulzeit? Beim Mitmachtag im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium gabs davon keine. Dafür Praxis in ihren spannendsten Formen. Und die lockt hunderte scheidender Grundschüler samt Eltern in das Lehrinstitut im Bünder Norden. „Von sinkenden Schülerzahlen merken wir heute absolut nichts“, freut sich Ulrich Henze, der den Ablauf des Tags der offenen Tür organisiert.

Stattdessen drängen sich die Sprösslinge an den Mitmachstationen der unterschiedlichen Fachbereiche. In den NaWi-, Bio-, Chemie- und Physikräumen wird experimentiert und entdeckt. Lehrer Wolfgang Schwierz zeigt unter anderem die Funktionsweise eines Flaschenzugs. Dr. Eckhard Kleis mikroskopiert mit seinen zukünftigen Schützlingen schimmernde Insekten. Und Norbert Zeschke zeigt, wie Filmblut gemacht wird, führt Mehlstaubexplosionen vor und löscht Kerzen mit unsichtbarem Kohlenstoffdioxid. „In Alter um zehn Jahre, wenn der Schulwechsel ansteht, ist der Forscherdrang der Kinder riesig. Das sollte man beim Lernen nutzen“, sagt Zeschke.

Entdeckungen warten auch im musischen Trakt. Hier versucht die zehnjährige Nora sich erfolgreich daran, die richtigen Töne auf der Querflöte zu finden. Nebenan schallen die Blechblasinstrumente.

Wer instrumental noch viel Übung vor sich hat, kann immer noch singen. An der Station Fremdsprachen lernen die Grundschüler ein Volkslied in unterschiedlichen Sprachen zum Besten zu geben. Die Eltern informieren sich über Hürden des Spracherwerbs, Austauschprogramme und Sprachzertifikate, die ihre Kleinen bald erwerben können.

Aber nur, wenn sie auch selbstständig arbeiten – zu diesem Zweck werden sie heute in der Mediothek geschult. Wer anschließend noch Energie übrig hat, verausgabt sich an den Sportgeräten in der Turnhalle, wo Sportlehrer und freiwillige Helfer ein abwechslungsreiches Bewegungsangebot zusammengestellt haben.

© 2011 Neue Westfälische

Bünder Tageblatt, Montag 21. Februar 2011