Wenn es um die Wurst geht...
Wenn es um die Wurst geht...

Wenn es um die Wurst geht...

von Fiona Metz (Q1), Victoria Sorgatz (Q1), Meike Acker 

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erstellt am 15.05.2017


Foto: Meike Acker Foto: Meike Acker Foto: Meike Acker Foto: Meike Acker Foto: Meike Acker

Im ersten Halbjahr der Q1 beschäftigen sich alle Biologiekurse mit dem Thema „Genetik“. Nachdem die Kurse ihr Wissen über den Bau und die Vervielfältigung der DNA vertieft haben, im Detail erfahren haben, wie es von der genetischen Information zur Synthese eines Proteins kommt und warum dabei auch Fehler entstehen können, die u.a. der Grund für Krankheiten sein können, geht es gegen Ende des Themas auch darum, verschiedene gentechnische Verfahren kennenzulernen. Da diese interessanter und besser zu verstehen sind, wenn man sie auch einmal praktisch anwenden kann, ist ein Besuch in einem Biotechnologielabor natürlich reizvoll. In diesem Jahr war dies wieder für alle Biologiekurse an der Uni Bielefeld möglich.
Ein Erfahrungsbericht von Victoria Sorgatz und Fiona Metz:  

"Beim Ausflug ins Teutolab am Anfang des 2. Halbjahres der Q1 besuchten wir, 20 Interessierte aus den Biologiegrundkursen der Q1 in Begleitung einer Lehrerin, die Labore der Universität Bielefeld. Dabei hatten wir die Möglichkeit, hautnah die Biotechnologielabore zu erkunden und dort selbst zu experimentieren. Der Fokus der gentechnischen Experimente lag darin herauszufinden, welche Tierarten in unserer Wurst stecken, so dass wir Schülerinnen und Schüler auch mitgebrachte Proben untersuchen konnten.
Zunächst musste aus den eingefrorenen Wurst-Proben die DNA isoliert werden. Die Zellmembran musste zerstört werden, um an die DNA zu gelangen, was mit Hilfe verschiedener chemischer Substanzen und Hitze gelang. Nach einigen Zwischenschritten, z.B. der Vervielfältigung der DNA mittels PCR, konnten die DNA-Fragmente mit Hilfe der Gelelektrophorese der Länge nach geordnet werden, so dass sich Muster bildeten, an denen abgelesen werden konnte, welches Fleisch zur Herstellung der Wurst verwendet wurde.
Neben den praktischen Experimenten hatten wir in der Mittagspause auch die Möglichkeit, die Universität und die Cafeteria zu erkunden. Insgesamt hat uns die Unierfahrung gefallen."