Weihnachtskonzert - mal traditionell, mal rockig-wild

Weihnachtskonzert - mal traditionell, mal rockig-wild

von Christine Zeides 

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erstellt am 18.12.2011



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Es ist der krönende Abschluss eines langen Schuljahres: das Weihnachtskonzert des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, das dieses Jahr am 16.12.2011 stattfand. Hier zeigt sich, dass Schule mehr ist als Noten und Leistung - es geht auch um gemeinsames Musizieren und das Erreichen eines Zieles. Jedes Jahr schaffen es die Schüler, neue Stücke einzuüben, sehr gekonnt vorzutragen und damit ein großes Publikum zu unterhalten.
Den Einstieg machte das Klassenorchester 5f mit Erika Becker. Das aus dem Konzert nicht mehr wegzudenkende "Jingle Bells" schuf auch diesmal eine fröhliche und weihnachtliche Stimmung im Saal. Ein guter Grund für Herrn Ransiek einige Begrüßungsworte an die Besucher zu richten. "Ich hoffe auf einen Moment der Besinnung und natürlich auf eine gute Stimmung",  sagt er stolz, "und auf ein tolles Konzert, dass uns beschenkt." Der stellvertretende Schulleiter sollte Recht behalten, denn an Vielfalt würde dieses Konzert wohl kaum zu übertreffen sein. Von Mozart über Robbie Williams bis hin zu Rammstein wollten die Musiker des FvSG alles zeigen - und so die Zuhörer überraschen.
Das Instrumentalensemble von Frau Becker konnte mit traditionellen Klängen überzeugen. Helle Querflöten, eine kleine Violine und ein sanftes Cello erweckten mit dem Menuett von Mozart und der Gavotte von Grieg Erinnerungen an einen besinnlichen Heiligabend unterm Weihnachtsbaum.
Doch die Musiker wollten sich nicht nur auf die typischen Melodien beschränken - sie durchbrachen Schranken und probierten Neues und Modernes aus - und das äußerst erfolgreich. So auch die Musical-AG, die Theaterwerkstatt und die Klasse 5b, die mit Kerstin Thomas und Frauke Siekmann ein berührendes Weihnachtssingspiel einstudiert hatten. Mit einer tollen Klavierbegleitung von Friederike Beckmann erzählten die kleinen Sänger und Schauspieler die Geschichte vom Jesuskind, dem allergrößten Geschenk für die Menschheit. Dank Choreographie, mitreißenden Liedern und tollen Darstellern wie der fürsorglichen Maria und einem sehr selbstbewussten Boten des Kaisers belebten sie die Bühne der Kirche und zogen die Zuhörer in ihren Bann.
Wohl in Anspielung auf das nahende Neujahr spielte das Klassenorchester 6f unter der Leitung von Marco Seidel nun die Feuerwerksmusik von Händel. Anschließend ertönte "Rudolph, the Red-Nosed-Reindeer" - ein dankbarer Song, der immer gerne gehört und vom Publikum mit Applaus belohnt wird.
Was wäre Weihnachten ohne "Last Christmas"? Und so spielte die Big Band von Herrn Seidel eben jenen berühmten Song. Die Bläser der unterschiedlichsten Jahrgangsstufen beherrschten das Arrangement ziemlich sicher und auch das "See amid the winter's snow"  war ein voller Erfolg.
Nun durften die größeren Chöre zeigen, was sie an Liedern zu bieten hatten. Den Anfang bildete dabei der Mädchenchor von Frau Thomas, die mit "This little Babe" eine Glorie auf den göttlichen Heiland und Kämpfer gegen das Böse sang. 
Ein wahres Highlight war die A -Cappella-Band von Imke Rieping. Sie bewiesen, wie gut und gerne auch Jungen singen können - besonders, wenn es sich um den berühmten Titel "Angel" von Robbie Williams handelt. Mit guten Stimmen bezauberten sie Zuhörer wie Mädchenchor - und wurden jubelnd dafür entlohnt.
Das Programm sollte rockig bleiben: Eine Chorversion von Rammsteins "Engel" faszinierte die Besucher aufs Neue. Viele Einzelstimmen ergaben ein großes Ganzes, füllten den Chorraum mit hellen und tiefen Tönen - eine einmalige Mischung, die Frau Rieping sehr genüsslich dirigierte.
Für ihr letztes Stück wurden die beiden Chöre von den kleinen Musicaldarstellern unterstützt. Gemeinsam präsentierten sie eine jazzige Version von "Vom Himmel hoch". An der Querflöte spielten Jasmin Dröge und Simon Weisemann schnelle melodische Läufe, während die Sänger laute  "Gloria!"-Rufe hören ließen. Die Strophen übernahmen die Kleinen. Zusammen strahlten sie weihnachtliche Harmonie aus, die vielen Zuhörern die Tränen in die Augen trieben.
Zum großen abschließenden Finale kamen nun noch die Bläser der Big Band und die gesamte Zuhörerschaft dazu. Alle stimmten das "O du fröhliche" an - die Bläser spielten eine Unterstimme, die Chöre sangen die Melodie, einige Mädchen sangen eine hohe Oberstimme - es war ein grandioser Abschluss für ein wundervolles Konzert. "Wie viele da auf der Bühne standen", meinte eine Zuhörerin sichtlich berührt, "und dann gemeinsam ein Lied zu singen, das war einfach das Schönste."