Teutolab - Experimentieren am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium
Teutolab - Experimentieren am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium

Teutolab - Experimentieren am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium

von Antonia Kirchhoff 

 | 

erstellt am 29.01.2015



Was befindet sich eigentlich in einer Orangenschale? Was macht Zitrusfrüchte so wohlriechend? Was ist der Unterschied zwischen Seifenlösung und Zitronensaft?
Antworten auf diese und andere Fragen erhalten Grundschüler und Grundschülerinnen bei einem Besuch des Projekts Teutolab. Das an unserer Schule angebotene Projekt der Universität Bielefeld gibt Schülerinnen und Schülern Einblicke in das Faszinatorium Chemie. Geleitet wird das Experimentierlabor vom Chemie- und Mathelehrer Gorden Thye.
Kaum eine Grundschule besitzt ein für Experimente geeignetes Labor, sodass das Angebot unter den Schülerinnen und Schülern auf reges Interesse stößt. Bereits zu Beginn dürfen sie sich in Kitteln und mit Schutzbrillen bestückt als Forscher fühlen. Damit die Neugierde der kleinen Chemiker befriedigt und auf Fragen gezielt eingegangen werden kann, werden die Schülerinnen und Schüler in Teilgruppen à drei bis vier Mitglieder aufgeteilt. Diese Gruppen werden dann unter Aufsicht von Assistenten durch die verschiedenen Stationen des Teutolab begleitet. Diesen Assistenten, welche sich aus chemiebegeisterten Schülerinnen und Schülern der neunten bis zwölften Klasse unserer Schule zusammensetzen, kommt dabei hauptsächlich eine unterstützende Rolle zu. Sie klären offene Fragen, gehen bei komplizierteren Arbeitsschritten zur Hand und müssen zuweilen auch für Ordnung in der Gruppe sorgen. Sobald sich die Gäste einmal auf die ungewohnte Lern- und Arbeitsatmosphäre außerhalb eines Klassenzimmers gewöhnt haben, gibt es kein Halten mehr. Zitronen werden sorgfältig geschält, Zitronensaft auf Papier und Marmor aufgetragen und eifrig Worte wie „Reagenzglas“ und „Indikator“ geübt. Während des Experimentierens ergeben sich zwischen den älteren und jüngeren Schülerinnen und Schülern immer wieder Unterhaltungen. „Hast du auch Geschwister bei  uns an der Schule?“ einerseits und „macht ihr bei euch auch Experimente mit Explosionen?“ andererseits sind dabei die wohl am häufigsten gestellten Fragen. In diesem offenen Arbeitsklima gehen die zwei Stunden rasend schnell vorbei. Die Grundschüler gehen nach anschließender Schulführung und mit selbst hergestelltem Indikatorpapier um einige Erfahrungen reicher zurück nach Hause. Und vielleicht wurde bei dem einen oder anderen ja ein Begeisterungsfunke für das für mich schönste Fach gezündet.