Keine Angst vor Bio, Chemie und Physik
Keine Angst vor Bio, Chemie und Physik

Keine Angst vor Bio, Chemie und Physik

von Hilko Raske 

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erstellt am 13.11.2016



Bundesweites Projekt: Freiherr-vom-Stein-Gymnasium beteiligt sich am „NaWigator-Tag“

Bünde (BZ). Bio, Chemie und Physik – bei Generationen von Schülern waren diese Fächer gefürchtet. Um den Zugang dazu zu erleichtern, bietet das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium schon seit Jahren in den Jahrgängen fünf und sechs die so genannten integrierten Naturwissenschaften an, um eine erste Orientierung zu bieten. Jetzt geht man noch einen Schritt weiter. Als eine von fünf Schulen bundesweit nimmt das Bünder Gymnasium in diesem Jahr am „NaWigator-Projekt“ teil, das das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik an der Universität Kiel ins Leben gerufen hat. „Zentraler Bestandteil des Projektes ist der Mitmach-Wettbewerbstag“, informiert Michael Hötger, der am Gymnasium Mathematik und Physik unterrichtet.

Alle Klassen des siebten Jahrgangs – insgesamt etwa 110 Schülerinnen und Schüler – würden sich für sechs Schulstunden daran beteiligen. „Den Auftakt macht ein Quiz, in dem spielerisch das Wissen zu den betreffenden Fächern erfragt wird. In einem zweiten Abschnitt stehen naturwissenschaftliche Experimente im Mittelpunkt. In fünf Räumen gibt es insgesamt zwölf Experimentierstationen, von denen sich die Teilnehmer acht aussuchen.“

Auf eine strikte Trennung zwischen Bio, Chemie und Physik werde verzichtet, die Übergänge seien fließend. Dabei stehe nicht die reine Wissensvermittlung im Vordergrund. „Die Freude an naturwissenschaftlichen Fragestellungen und am Experimentieren soll geweckt werden.“ Betreut würden die Siebtklässler von 15 Lehrern, darunter auch drei Kollegen aus Lemgo, die sich mit dem Projekt vertraut machen wollen.

Das Ergebnis des „NaWigator-Tages“ werde übrigens auch bewertet. „Schüler der neunten Klassen und der Oberstufe beurteilen das Ganze. Jede der beteiligten siebten Klassen kann so Punkte sammeln, die am Ende des Schultages eine Gesamtsumme ergeben. Die Klasse mit den meisten Punkten hat dann gewonnen.“ Und welchen Preis gibt es dafür? „Für diese Klasse wird ein Wandertag veranstaltet“, so Hötger.

© Westfalenblatt, 5. November