Zeitreise durch die Schulgeschichte
Zeitreise durch die Schulgeschichte

Zeitreise durch die Schulgeschichte

von Lukas Schmiedekamp 

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erstellt am 25.02.2013



Foto: Andreas Röchter Foto: Andreas Röchter Foto: Andreas Röchter Foto: Andreas Röchter Foto: Andreas Röchter Foto: Andreas Röchter Foto: Andreas Röchter Foto: Andreas Röchter Foto: Andreas Röchter Foto: Andreas Röchter Foto: Andreas Röchter Foto: Andreas Röchter Foto: Andreas Röchter Foto: Andreas Röchter Foto: Andreas Röchter

Literaturkurs Q2 des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums spielt Stück zum 125-jährigen Schuljubiläum

Bünde. Früher waren Emma, Mike, Konstantin und Kim die besten Freunde. Erst auf der Abi-Party erinnern sie sich an ihren Schwur aus Kindertagen, einmal in die Schule einzubrechen. Dort finden die vier eine Zeitmaschine und gehen auf Entdeckungsreise durch die 125-jährige Schulgeschichte. Das Stück nahm die Zuschauer mit auf eine spannende und witzige Reise durch die zurückliegenden Jahre des Gymnasiums.

„Vorwärts in die Vergangenheit“ lautet der Titel des von der Gruppe entwickelten Theaterstücks. „Halten Sie sich gut fest, dass Sie die Bodenhaftung zur Gegenwart nicht verlieren“, sagte Ulrich Henze in seiner Publikumsansprache, bevor die Zeitreise losging.

Auf der Abi-Party beschließen Emma (Hannah Elsner), Mike (Daniel Hambarzumyan), Kim (Leonie Kmoch) und Konstantin (Simon Horstmann), ihren alten Schwur wahrzumachen, nachts in die Schule einzubrechen. Gesagt, getan. Doch dann passiert das Unvorhergesehene: Im Chemietrakt finden sie eine Zeitmaschine, die wohl Lehrer Zeschke entwickelt hat. Zunächst zögerlich, doch dann mit zunehmender Begeisterung begeben sie sich auf eine Reise durch die Geschichte mit verschiedenen historisch relevanten Stationen. Zur Gründungszeit war das „Freiherr“ eine reine Knabenschule mit 22 Schülern und zwei Lehrern. Schockiert beobachten die Freunde, wie den angehenden Akademikern Stoff und Disziplin mit dem Schlagstock eingetrichtert wird.

Schnell verlassen sie diese Epoche und landen mit ihrem Zeitmobil in der Nazi-Zeit. „Flauschig und stramm“, so müssten gute deutsche Lauscher sein, wird die totalitär geprägte Schulform der Zeit aufs Korn genommen. Das Quartett gerät in eine Ohrenvermessung der Klasse, die mit Häschenlöffeln ausgestattet ist. Nächster Stopp ist das Jahr 1968 zur Blütezeit der Hippie-Bewegung. Die Jugendlichen nehmen an einer meditativen Unterrichtsstunde teil und können ihren Geist durch speziellen Rauchkonsum erweitern, bevor sie nach einigen Turbulenzen mit der Zeitmaschine in den 80ern landen.

Nachdem sie auch noch einen Zwischenstopp in der medienüberladenen Zukunft machen, kehren sie zur Gegenwart zurück. Mit viel Spielfreude, Selbstironie und pointierten Texten, wussten die Theatermacher des Literaturkurses Q2 ihr Publikum zu begeistern.
 

© 2013 Neue Westfälische
11 - Bünde, Montag 25. Februar 2013