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 Eine Woche Frankreich - Austausch mit dem„INSA“ Rennesvon Jan Ctvrtnicek vom 18.11.2009
Es ist kein normaler Morgen an dem die 13 Schüler des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums aufwachen, denn sie sind im Liegewagen auf dem Weg durch Frankreich zum Institut National des Sciences Appliquées Rennes, kurz: INSA Rennes.
Die Reise mit dem Zug war schnell vorüber, da wir hauptsächlich nachts gefahren sind. Jedoch war es nicht ganz leicht, denn Paris ist eine chaotische Stadt, in der man sich erst zurechtfinden muss. Da wir schon Verspätung hatten, war es umso stressiger rechtzeitig den Anschluss nach Rennes zu erreichen – und der TGV fuhr auch wirklich exakt 30 Sekunden nach unserer Ankunft los – da hatten sich die Spurts durch die Metroflure wenigstens gelohnt. In Rennes angekommen, wurden wir erst mal herzlich von unseren Austauschpartnern und -partnerinnen begrüßt und wir wurden in einem der sich auf dem Campus befindlichen Studentenwohnheime untergebracht, wo wir erst mal ausruhen konnten, auch wenn es nicht lang war.
Es begann mit einer Stadtführung durch Rennes City, wo uns zu vielen Orten und Gebäuden etwas erzählt wurde. Als die Führung zu Ende war, meldete sich natürlich auch schon der Magen und dementsprechend ging es in die Kantine.
Und was machen Franzosen an einem Donnerstagabend? FEIERNN IM „FOYER“!!! So mancher von uns ging hin um es sich anzuschauen, andere wieder wollten den Schlaf bekommen, der ihnen im Zug nicht vergönnt gewesen war.
Am nächsten Tag ging es ganz früh aus dem Bett, da ein Besuch des INSA mit Besichtigung der Labore und Fachräume anstand. Wir bekamen in zwei Bereiche größeren Einblick: Maschinenbau (z.B. Bau von Robotern) und Bauwesen (z.B. Brückenbau).
Nun ging es in die Caféteria, eine kleine Pause machen und die Sprachkenntnisse mit Erstsemestern auszutauschen, die nicht unsere Austauschpartner waren.
Nachdem dieses lustige Gespräch vorüber war, ging es auch schon weiter, diesmal zum Hauptsitz der überregionalen Tageszeitung Ouest France. Dort bekamen wir eine interessante Führung geboten, wo wir so einiges über die Zusammenstellung, Produktion und Verteilung dieser Zeitung erfahren haben. Wir haben die Entstehung der Ideen, der Erstzeitung und der Serienzeitung beobachten können. Als Abschluss bekamen wir alle die Zeitung vom nächsten Tag und konnten uns so schon die neuesten Nachrichten durchlesen.
Doch nun wurde es Zeit, die langvorbereiteten Präsentationen endlich vorzustellen. Dabei haben wir uns alle sehr amüsiert, da die Antworten auf die zentrale Frage „Was denken die Franzosen/Deutschen über die Deutschen/Franzosen“ witzig waren.
Nun aber war der Tag vorbei und wir waren ziemlich erschöpft.

Natürlich hieß es auch am Samstag früh aufstehen, denn es ging zum Gezeitenkraftwerk nach St Malo. Erst fuhren wir eine gute Stunde mit dem Bus, da St Malo an der Küste liegt. Dort angekommen, waren wir überwältigt von dem prachtvollen Meer und machten aus diesem Grund einen kleinen Spaziergang am Ufer. Doch es blieb uns nicht viel Zeit, denn es ging ins Museum, welches bedauerlicherweise in mehreren Teilen nicht funktionsfähig war, dennoch aber sehr informativ darüber, wie das Kraftwerk funktioniert.
Nach diesem Besuch und einem kleinen Spaziergang mit Blick auf Saint Malo suchten wir uns direkt in der Nähe der Stadtmauer und natürlich mit Blick aufs Meer einen netten Picknickplatz. Anschließend waren die Franzosen mit kleinen Vorträgen an der Reihe, uns St Malo näher vorzustellen. Da wir aber noch etwas von der Stadt selber sehen wollten, teilten wir uns in kleine Gruppen auf und erkundeten die Stadt mit dem „berühmten“, leckeren, großen Eis, welches wirklich sehr geschmeckt hat. Aber die Zeit war leider recht kurz und wir mussten auch schon wieder zum Bus laufen um zurück zu fahren. Nach der Busfahrt bekamen wir Zeit für unsere Klausuren zu lernen. Und als wir schlau genug waren gingen wir schlafen.
Andere sind es gewohnt sonntags auszuschlafen, doch wir, wir sind Frühaufsteher die Frankreich entdecken wollen! Diesmal ging es nach St Nazaire und zum Atlantik. Anschließend ging die Fahrt direkt ins Schiffswerk, wo u.a. die Queen Mary 2 gebaut wurde. Also haben wir eine lange Zeit im Bus verbracht und wollten uns direkt am Strand erholen bei einer kleinen Mahlzeit. Andere nutzen die Gelegenheit aus und wagten sich ins recht kalte Wasser. Nach dem Picknick hieß es das Schiffmuseum besuchen, welches wie ein riesiges echtes Schiff aufgebaut war wo man sich wie auf einem Kreuzfahrtschiff fühlen konnte. Das war wirklich sehr informativ. Aber wie es so ist, geht jeder Tag zu Ende- so auch dieser.
Am Montag hieß es nach dem Frühstück bis zum Mittagessen für die anstehende Klausur lernen, was wir dann intensiv auf unseren Zimmern auch gemacht haben. Anschließend bot sich uns die Möglichkeit, am Unterricht teilzunehmen und zwar in Französisch für Ausländer, Mathematik, Deutsch. Jedoch bekamen wir auch die Möglichkeit, an anderen Fächern teilzunehmen wie Informatik und vielen anderen naturwissenschaftlichen Bereichen.
Dann ging es noch zum Abendessen und anschließend schlafen, um für die Klausur ausgeschlafen zu sein.
Nun folgte nach dem Frühstück die Klausur. Und weil die Klausur all unsere Kraft forderte, bekamen wir bis zum Abend Freizeit um in die Stadt zu gehen. Wie Touristen, das Schönste fotografiert und die interessantesten Geschäfte besucht. Also haben wir Rennes bis ins Detail erkundet, jedoch mussten wir die City leider verlassen um an einer Veranstaltung der Theatergruppen am INSA teilzunehmen.
Am Mittwoch war der Abreisetag. Dennoch hieß es nicht, dass wir schon alles gesehen hätten. Nach dem Frühstück hieß es erst mal Sachen packen, und dann ab zur Ecole Nationale Supérieure de Chemie de Rennes kurz ENSCR. Dort entdeckten wir die großen Labore und bekamen eine Führung durch diese riesigen Chemieräume.
Jedoch mussten wir uns langsam auf den Weg machen, unsere Koffer zu holen und Abschied zu nehmen. Dann ging es zum Bahnhof wo wir in den TGV einstiegen.
Und wieder in Paris angekommen, hieß es wieder den richtigen Anschluss finden, was diesmal kein Problem war, da der TGV keine Verspätung hatte. Und natürlich war auch dieser Zug ein Liegewagen. Noch ein bisschen gefeiert, anschließend eingeschlafen und plötzlich waren wir auch schon in Hannover, wo wir glücklicherweise einen Zug früher nehmen konnten, der uns dann glücklich und gelaunt nach Hause, nach Bünde brachte.
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