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 Eckhard Augustin sagt „Tschüss“von FELIX EISELE vom 05.02.2010
Konrektor verabschiedet sich nach 30 Jahren vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium
Bünde. Als Eckhard Augustin 1980 seine Stelle als Latein- und Geschichtslehrer am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium antrat, öffnete er ein neues Kapitel der Schule. Genau 30 Jahre und zahlreiche Veränderungen später sagte Augustin gestern endgültig „Tschüss“ – nicht nur zum Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, sondern auch zu seinem Berufsleben.

Tatsächlich entwickelte sich Eckhard Augustin schon bald zu einem Vorbild: beliebt bei Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft schaltete und waltete er in seiner Tätigkeit als stellvertretender Schulleiter und avancierte schnell zu einer Orientierungsfigur für Gymnasiasten und Kollegium. Nicht umsonst würdigte ihn Bürgermeister Wolfgang Koch als „starken Charakter“, der jungen Menschen kontinuierlich Wissen vermittelte und sich durch ein außerordentlich hohes Verantwortungsbewusstsein auszeichne. Lobend äußerste sich das Stadtoberhaupt über Augustins „konsequenten und beharrlichen Einsatz für den Ausbau der Schule“.
Dass dieses Engagement nicht die einzige anerkennbare Leistung Augustins war, zeigte sich anhand der verschiedenen Beiträge während der Verabschiedung. Schülersprecherin Jessica Smyrek sprach wohl allen Gästen aus dem Herzen, als sie das Bedauern der Schüler über den Verlust ihres Konrektors zum Ausdruck brachte: „Mit Ihnen geht ein großes Stück Freiherr-vom-Stein-Gymnasium“.
Mit verschiedenen Musik- und Gesangseinlagen zollten die Schüler weiteren Respekt, wobei das a capella vorgetragene Lied „Lehrer“ zur Melodie von Grönemeyers Hit „Männer“ zweifellos den musikalischen Höhepunkt darstellte. Auch die wenngleich in kleiner Anzahl vertretene Elternschaft dankte Augustin für seine Tätigkeit und wünschte ihm „Gottes Segen für die Zeit, die kommt“.



Und wie es sich für einen Ausstand gehört, gaben sich auch die schulischen Nachbarn die Ehre. Im Namen der Erich-Kästner-Gesamtschule und der Realschule Bünde-Nord übergab Friedhelm Heckemeyer ein Kartenwerk des alten und neuen Roms und wünschte Augustin „schöne, spannende und neue Erfahrungen“.
Schulleiter Michael Neuhaus sprach seinem bisherigen Stellvertreter Dank und Anerkennung aus. „Sie haben mit Ihrem Auftreten Spuren hinterlassen – sei es als Fürsorger der Schüler, sei es als unermüdlicher Kämpfer für die Schule“, resümierte er die Arbeit des „Kollegen auf Augenhöhe“. Augustin selbst schaut dem Ruhestand mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. „Ich blicke voll Neugier auf den neuen Lebensabschnitt“, sagte er, bevor er zum Abschluss den Bogen zu seiner Leidenschaft, der Geschichtswissenschaft, schlug: „Jetzt werde ich selbst Geschichte“.

© 2010 Neue Westfälische
Bünder Tageblatt, Samstag 30. Januar 2010
Fotos: Andreas Röchter
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