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 Auf dem Sonnendach vom Unterrichtsstress erholenvon ds vom 19.02.2010
Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums gestalten Schulhof-Flächen naturnah und bewegungsfreundlich

Bünde (ds). Vom anstrengenden Unterricht geschlaucht, möchten sich die Schüler in den Pausen erholen. Ein trister Schulhof dürfte die grauen Zellen kaum zu neuen Taten anregen. Deshalb planen Schülerinnen und Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums zusammen mit Eltern, Lehrern und Landschaftsarchitekten eine naturnahe und bewegungsfreundliche Gestaltung des Unter- und Oberstufen-Schulhofes. Die gestern entstandenen Modelle sind schon vielversprechend.
Wie stellvertretender Schulleiter Jens Ransiek erläuterte, sei die mit der Stadt abgestimmte Schulhofplanung eingebettet ins Projekt „Schule der Zukunft“ des Landes, wobei die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle spiele. „Weitere Projekte sind Schulpatenschaften für Kinder und das Streitschlichterprojekt.“ Zur „Planungswerkstatt Schulhof“ gehören Schüler der 7. bis 13. Klassen, Eltern aus der Schulpflegschaft und dem Förderverein, der das Projekt finanziell unterstützt, Fachlehrer sowie Landschaftsarchitektin Monika Stapel und Landschaftsplaner Markus Brand von der Ideenwerkstatt „Lebens(t)raum“ e.V. Sie gaben den drei Gruppen gestern beim Bau der Modelle fachliche Ratschläge. Die Ideenwerkstatt aus Bielefeld hat schon einige vergleichbare Projekte erfolgreich begleitet.
Den Oberstufen-Schulhof hatten sich Nagihan Memisoglu, stellvertretende Schülersprecherin der Stufe 13, Julian Amankwaa, Schülersprecher der Stufe 12 und Arne Mertens, ebenfalls aus der „12.“ mit fachlicher Unterstützung von Bio- und Erdkundelehrer Ulrich Henze vorgenommen. „Wir möchten auf dem Fahrradkeller ein Sonnendach einrichten“, sagt Nagihan. Über die Materialien für den Boden wurde mit Markus Brand fachgesimpelt. Schüler der Oberstufe haben andere Interessen als die der Unterstufe. Julian fände es gut, wenn es auf dem Schulhof eine Überdachung gäbe. „Als Ergänzung zu der großen Eingangshalle.“ Mit Mosaiksteinen machten die Schüler deutlich, wie die Fläche am Rondell attraktiver gestaltet werden könnte.
Gleich zwei Gruppen beschäftigten sich mit dem UnterstufenSchulhof am Stein-Gymnasium. Zusammen mit Kunstlehrerin Sandra Riepenhusen und Bio- und Sportlehrer Dirk Porysiak sowie interessierten Eltern entwickelten die Schüler Ideen, wie die Fläche vorteilhafter gestaltet werden kann und auch die Natur zu ihrem Recht kommt. Vincent Endrikat und Justus Hilling aus der 7b haben in ihrem Modell viele Pflanzen vorgesehen – und Sitzgelegenheiten. Ein besonderer Anreiz ist ein Kletterberg. Von erhöhter Stelle können Schüler auch anderen beim Tischtennis-Spielen zuschauen.
Das zweite Modell sieht unter anderem einen Ausbau des Trampelpfades zur Turnhalle vor. Auch der Kletterparcours soll aufgepeppt werden. Ende Mai, Anfang Juni sollen nach Worten von Jens Ransiek die Arbeitseinsätze – jeweils an Wochenenden – beginnen. Möglichst viele freiwillige Helfer werden dazu erwartet.
© 2010 Neue Westfälische
Bünder Tageblatt, Freitag 19. Februar 2010
Foto: Jens Ransiek
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