Abitur - und wie weiter?
von Christine Zeides
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erstellt am 14.04.2011
Das Abitur zu schaffen ist für die meisten Gymnasiasten das größte Ziel. Wie es nach der Prüfung aber weitergeht, darüber haben sich die meisten noch keine Gedanken gemacht. Mit der Aktion „Abitur – und wie weiter?“, an der unsere Schule dieses Jahr das erste Mal teilgenommen hat, soll Schülern der Stufe 12 auf ihrem Weg geholfen werden.
Während des Pressegesprächs am 12.04.2011 tauschten sich die Beteiligten über das Projekt aus. Dabei erläuterte Frau Willmann, Vertreterin des Veranstalters Gildenhaus GmbH, zunächst die Zielsetzung des Projektes. „Wenn man junge Erwachsene nach ihren Zielen befragt, steht für sie das Abitur an erster Stelle. Wer dann genauer nachhakt, erfährt von einem geplanten Studium in einem nicht näher definierten Fachbereich. Wir wollen die angehenden Abiturienten wachrütteln und ihnen Hilfestellung für ihren eigenen Weg geben, sozusagen Hilfe zur Selbsthilfe.“ Frau Wostbrock (Ausbildungsleiterin der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford) und Herr Lessmann (Teamleiter U25 der Agentur für Arbeit), die mit Spenden das Projekt unterstützen, nickten zustimmend.
Das Projekt, das 2004 ins Leben gerufen wurde und seit 2009 in fünf Herforder Gymnasien vertreten ist, hält sich an konkrete Arbeitsschritte. Zuerst wird mithilfe von Fragebögen die eigene Persönlichkeit mit ihren Stärken, Werten und Visionen analysiert, ein geeignetes Berufsfeld gewählt und schließlich fünf konkrete Schritte, die es in den kommenden Wochen zu erledigen gilt, aufgeschrieben.
Nach einigen Wochen setzen sich „Trainer“ und Schüler zu einem letzten Einzelgespräch zusammen, in denen der Schüler von seinen erarbeiteten Punkten und dem geplanten Vorgehen berichtet.
Alle 57 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler waren begeistert von ihren Ergebnissen. „Das Ganze hat mir unglaublich weitergeholfen. Die Agentur für Arbeit hatte mich zuvor in meinem Berufswunsch bestätigt, von dem ich aber im Praktikum völlig abgeschreckt wurde. Ich stand also vor dem Nichts. Durch das Projekt habe ich wieder Sicherheit gewonnen“, schilderte Johannes Holstein seine Eindrücke. Miriam Kessler und Sebnem Demirelli konnten da nur zustimmen. „Wir selbst haben auch viel dazu beitragen können und wurden durch unsere Trainer auf den rechten Weg gebracht“ ergänzte sie.
Und auch Herr Ransiek konnte Tipps für die Schule mitnehmen. Er verdeutlichte, wie wichtig es wäre, Interesse an den Entwicklungen der Schüler zu zeigen und offen mit Hilfsangeboten auf sie zuzugehen. Zudem sollte die Berufswahl schon früh vorbereitet und ein tieferes Verständnis für den Entscheidungsprozess erarbeitet werden, sodass unsere Abiturienten das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium zukünftig mit festen Plänen verlassen können.
