Eine der wichtigsten Fragen im Leben

Eine der wichtigsten Fragen im Leben

von Christine Zeideserstellt am 10.11.2012

Mit einem Berufsinformationstag gibt das FvSG Bünde seinen Schülern die Möglichkeit, sich über die Wege nach dem Abitur zu informieren.
 
Was mache ich jetzt mit meinem Abitur?
Was kann ich studieren? Und wo?
Was genau sind Numerus Clausus und Wartezeit?
Welche Möglichkeiten habe ich bei einem Dualen Studium?
WELCHER BERUF IST EIGENTLICH DER RICHTIGE FÜR MICH?
 
Solche und ähnliche Fragen werden wohl den meisten Abiturienten durch den Kopf gehen, wenn sie mit ihrem Abschlusszeugnis in der Hand vor der Qual der Berufswahl stehen. Und diese ist ein einschneidendes Erlebnis im Leben dieser jungen Menschen – und in jedem Fall eine schwere Entscheidung.
Um seinen Schülern eine Entscheidungsgrundlage und -hilfe zu geben, wurde dieses Jahr am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium zum ersten Mal ein "Berufsinformationstag" für alle Schüler der Oberstufe veranstaltet. Zwar gab es auch zuvor schon Informationsveranstaltungen außerhalb – doch direkt in der Schule über die Möglichkeiten aufzuklären, ist doch ein neues Konzept. 
Zunächst hatten die Schüler die Möglichkeit, sich Vorträge zum Thema "Duales Studium", "Studieren in OWL" und "Ausbildung in OWL" anzuhören und auch dort direkt Fragen zu stellen. Die Überraschung in den Gesichtern mancher Schüler zeigte deutlich, dass die Aufklärung (beispielsweise über die Notwendigkeit eines guten Abiturs für ein Studium) dringend notwendig war und dankend angenommen wurde. "Jeder junge Mensch möchte entscheiden - aber man kann sich nur richtig entscheiden, wenn man über alle Möglichkeiten informiert ist", erklärt Inci Bayindir von der Uni Bielefeld, die den jungen Zuhörern von ihrem Studium berichtet hat. "Besonders in der heutigen Zeit, wo wir Informationen aus ganz verschiedenen Medien bekommen können, finde ich es gut, wenn Schüler auch einmal mit jemandem persönlich sprechen können, der schon entsprechende Erfahrungen gesammelt hat."
 
Neben den Vorträgen konnten sich die Schüler bei einem Messerundgang konkret zu bestimmten Berufen informieren. Dazu waren sechszehn Aussteller aus der Region von der Schule eingeladen worden.
"Wir hatten uns überlegt, welche Berufe für unsere Schüler interessant sein könnten und haben bei den Betrieben nachgefragt, die uns oft sehr entgegengekommen sind", erklärt Mitorganisator Jörn Bormann, Beratungslehrer der Oberstufe. Vertreter der Polizei und der Bundeswehr, Mitarbeiter der Sparkasse, AOK und Miele sowie Einzelpersonen, die ein Jura-, Lehramts- oder Medizinstudium absolviert hatten, teilten ihre Erfahrungen gerne mit den Interessenten. "Die meiste Schülernachfrage haben wir für die Deutschen Vermögensberatung, für Häcker Küchen und die Mediengestaltung der Firma Cybob aus Osnabrück bekommen", berichtet Bormann.
 
Darüber hinaus konnte jeder Schüler feste Termine vereinbaren, bei denen er in einem Gespräch mit den Firmenvertretern besondere Beratung erwarten konnte. Und dieses Angebot wurde von den Schülern vielfach wahrgenommen. "Wir haben viel positive Rückmeldung von den Schülern erhalten – mehr als zwei Drittel der Schüler haben sich zu einem persönlichen Termin angemeldet und haben den Rundgang zu den einzelnen Anbietern genutzt", bestätigt Bormann. Und so lässt sich hoffen, dass die Schülerinnen und Schüler nun gestärkt in ihre Berufszukunft blicken und schließlich ihren Weg finden. 

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