Schule der Zukunft

Schule der Zukunft

erstellt am 01.11.2014

Seit 2009 nimmt unsere Schule an dem Projekt „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ teil. Das Projekt wird in Kooperation der Ministerien für Schule und Bildung sowie für Landwirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz von NRW durchgeführt und hat die Zielsetzung, Schülerinnen und Schüler zu nachhaltigem Handeln anzuleiten. Unter dem Rahmenthema „Wir gestalten unsere Schule – gesund, naturnah und gerecht“ sind drei Teilprojekte vereint, durch die den Schülerinnen und Schülern der Gedanke der Nachhaltigkeit in seinen verschiedenen Facetten näher gebracht werden soll. Am 28.6.2012 wurde unsere Schule erstmals mit dem Siegel „Schule der Zukunft“ ausgezeichnet. Für die Neubewerbung zur Auszeichnung 2015 geht unsere Schule mit folgenden drei Projekten ins Rennen:

Streitschlichtung: Hier wird die nach dem Bensberger Modell konzipierte Streitschlichtung weiterentwickelt, wobei der Schwerpunkt der Arbeit der Streitschlichter jetzt auf der Prävention liegt, so dass es gar nicht erst zu Konflikten kommt, die eine Schlichtung erfordern.

Klassenpatenschaften: Ein zweites Projekt, das dem Gedanken der Gerechtigkeit und des sozialen Miteinanders verpflichtet ist, sind die vor sechs Jahren eingeführten Klassenpatenschaften. Die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen übernehmen in diesem Bereich in der Weise Verantwortung, dass sie ein Patenkind in einem Land der sog. 3. Welt mit einem Betrag von einem Euro ihres Taschengeldes jeden Monat unterstützen. Es bestehen Briefkontakte zwischen den Klassen und den Kindern, so dass unsere Kinder etwas über die Lebenswelt von Gleichaltrigen, denen es sicher viel schlechter geht als ihnen selbst, erfahren und auf diese Weise Verständnis für Menschen, die in anderen Kulturkreisen und unter anderen Bedingungen leben müssen, entwickeln. Die Patenkinder vermittelt uns die Organisation PLAN international, die in vielen Ländern auf unterschiedlichen Arbeitsfeldern erfolgreich aktiv ist. Das Geld erhält nicht das einzelne Patenkind, sondern es wird in Entwicklungsprojekte investiert, die in dem Gebiet, in dem das Kind lebt, durchgeführt werden. Die Projekte sind an den Grundbedürfnissen der Kinder wie Gesundheitsförderung, Versorgung mit sauberem Trinkwasser, Bildung, Ermöglichung einer medizinischen Grund-versorgung und Familienplanung orientiert. Jedes Jahr erhalten die Klassen von der Organisation einen Rechenschaftsbericht darüber, was in dem Projektgebiet gemacht wurde und wie sich die Projektarbeit weiterentwickelt. Nach zwei Jahren übernimmt eine neue 5. Klasse die Betreuung des Patenkindes.
 
Schülerfirma „Schere – Stein – Papier: Seit drei Jahren hat eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der 8. und 9. Klassen eine Schülerfirma am FvSG gegründet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, fair gehandelte und ökologisch hergestellte Produkte für den Schulalltag wie z.B. Blöcke, Hefte und Schreibmaterialien zu verkaufen. Neben dem Verkauf organisieren die Schüler auch den Wareneinkauf, die Buchführung sowie die allgemeine Organisation, das Marketing und die Werbung.
Als Betriebsform haben sie sich in Kooperation mit der Volksbank Bad Oeynhausen – Herford für das Modell der eingetragenen Schülergenossenschaft (eSG) entschieden, in der sie seit dem 24.3.2014 wirtschaftet. Mitglieder dieser Genossenschaft können Schüler, Lehrer und Eltern der Schüler werden. Für sie besteht die Möglichkeit drei Anteile à 10,00 € zu erwerben.
Mit dem Verkauf ökologisch produzierter und fair gehandelter Schreibwaren erfüllt die Schülerfirma viele Kriterien des nachhaltigen Wirtschaftens und entspricht daher in jeder Hinsicht dem Konzept des Projekts „Schule der Zukunft“.
Mit diesen drei Projekten hofft die Schule auch im nächsten Jahr wieder die Auszeichnung als „Schule der Zukunft“ zu erhalten.

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