
Allgemeines zum Unterrichtsfach Biologie in der Sek I
Naturwissenschaft und Technik prägen unsere Gesellschaft in allen Bereichen. Sie bilden heute einen bedeutenden Teil unserer kulturellen Identität. Das Wechselspiel zwischen den Erkenntnissen der Biologie, Chemie und Physik und deren technischer Anwendung bewirkt einerseits technische und gesellschaftliche Fortschritte, andererseits aber auch vielfältige Gefahren. Es ist ein wesentliches Ziel unseres Biologieunterrichts, Schülern und Schülerinnen eine biologische Grundbildung zu vermitteln und sie damit fähig zu machen, biologisches Wissen anzuwenden, naturwissenschaftliche Fragen zu erkennen und Schlussfolgerungen zu ziehen, um auch gesellschaftsrelevante, politische Entscheidungen treffen zu können, welche die natürliche Welt und die durch menschliches Handeln an ihr vorgenommenen Veränderungen betreffen.
Dazu trägt auch bei, dass wir im Biologieunterricht den Schülerinnen und Schülern die unmittelbare Begegnung mit Lebewesen und der Natur ermöglichen. Einerseits soll das emotional zum ästhetischen Empfinden, zur Wertschätzung und Erhaltung der Natur beitragen und andererseits kompetent für ökologische, ökonomische und sozial tragfähige Entscheidungen machen.
Da auch der Mensch selbst Gegenstand des Biologieunterrichts ist, ist das Fach Biologie ganz besonders geeignet auch zur Entwicklung eines individuellen Selbstverständnisses beizutragen.
Eine wichtige Basis sind die Kompetenzziele.
Kompetenzen beschreiben die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sich im Unterricht bis zum Ende der Sekundarstufe I kumulativ entwickeln sollen. Gleichzeitig definieren sie, welche Voraussetzungen im nachfolgenden Fachunterricht der gymnasialen Oberstufe erwartet werden können.
Es wird zwischen Kompetenzbereichen und Inhaltsfeldern unterschieden, die in den Kompetenzerwartungen miteinander verknüpft werden. Die Kompetenzbereiche und Inhaltsfelder bilden die Eckpunkte für den schulinternen Unterrichtsplan des Faches Biologie.
Im Fach Biologie wird eine vertiefte naturwissenschaftliche Grundbildung angestrebt. Erreicht wird dies durch die Vermittlung von grundlegenden fachlichen Prozessen, die folgenden, untereinander vernetzten, Kompetenzbereichen zugeordnet werden können:
- Umgang mit Fachwissen
- Erkenntnisgewinnung
- Kommunikation
- Bewertung.
In der 7.2. wird das Thema „Ökologie und Naturschutz“ und im Jahrgang 8 „Mensch und Gesundheit“, sowie „Sexualerziehung“ in den Blick genommen. „Genetik“ und „Evolution“ prägen inhaltlich die Halbjahre in 9.2 und 10.1.