Minehead 2011

von Thorben Lippert und Friedrich Lorenz erstellt am 20.07.2011

Seit 45 Jahren besteht zwischen dem FvSG und dem West Somerset Community College aus Minehead in England eine Schulpartnerschaft. Jedes Jahr, immer abwechselnd, begeben sich die Schüler je einer Schule in das andere Land, um die jeweilige Kultur und Lebensweise zu erleben.
Dieses Jahr waren die Engländer zu Besuch in Deutschland. Am 11.07.2011 erreichten sie Dortmund per Flugzeug, wo sie von uns Deutschen mit dem Bus angeholt wurden. Waren dort die Beziehungen untereinander wohl noch sehr kühl, kochten am gleichen Abend nach dem Grillen, beim Kubb-Spielen und dem Fußball-Klassiker England gegen Deutschland die Emotionen schon über. Zu einem abschließenden Ergebnis kam es nicht, da das Spiel nach Ausschreitungen einiger „feindlicher“ Eltern, die vehement die Heimfahrt forderten, abgebrochen werden musste.
Nachdem der erste „ganze“ Tag im Museum und im H2O verbracht wurde, kam es am Mittwoch zum ersten Highlight im Programm: eine knapp 18 Kilometer lange Kanadier-Tour von Vlotho nach Porta Westfalica ließ nicht nur sehr viele Gemeinsamkeiten, sondern auch ein paar Unterschiede deutlich werden. So waren unsererseits einige Leute am Ende ihrer Nerven, nachdem sie Bekanntschaft mit der aggressiven Fahrweise der Engländer machen mussten, jedoch noch einigermaßen trocken der Weser entkamen.
Einen Tag später ging es für uns nach Bremen, wo es nach der Besichtigung des Universums und dem erfolgreichen Bestreiten eines Menschenkicker-Matches und dem damit verbundenen Bratwurstgewinn in die Stadt zum Shoppen ging. In Kleingruppen ging es durch die Altstadt, doch schnell wurden die Kleingruppen immer kleiner und verzweifelt wurden die fehlenden Mitglieder gesucht, die dann letztendlich am Bus wieder auftauchten. Während dieses Shoppings wurden Freundschaften geknüpft und vertieft und es kam zu einigen lustigen „Zwischenfällen“ auf der Weserpromenade.
Freitags ging es ins Lippische. Das Freilichtmuseum in Detmold sowie die Adlerwarte Berlebeck wurden besichtigt, wobei das Freilichtmuseum vor allem mit leckerem Kuchen der museumseigenen Bäckerei punkten konnte.
Das Wochenende verbrachten die Austauschschüler bei ihren Gastfamilien, um Ausflüge zu machen oder sich mit anderen zu treffen.
Am „Montag danach“ ging es nach Wolfsburg in die Autostadt. Nach sehr interessanten Führungen bekamen wir noch Zeit, um das Gelände auf eigene Faust zu erkunden. Freudig wurden die vielen unterschiedlichen Angebote von Deutschen und Engländern angenommen.
Dienstag ging es zurück in die Schule, um gemeinsam Plakate und Tagesberichte über den Austausch zu erstellen.
Am Abend ging es nach Osnabrück. Vor der überraschend interessanten Nachtwächtertour bekamen wir noch freie Zeit und machten so die Innenstadt unsicher. Da allen klar war, dass am nächsten Morgen der Austausch leider schon wieder sein Ende finden würde, haben wir die letzten gemeinsamen Stunden noch einmal richtig viel Spaß gehabt.
Am nächsten Tag war die Stimmung im Bus schon deutlich gedrückter und im Flughafen nahm das Elend endgültig seinen Lauf. Viele Tränen mussten getrocknet und mehrere Versprechen gegeben werden. Wir kamen einstimmig zum Schluss, dass die anderthalb Wochen sehr viel zu kurz gewesen waren, wir jedoch trotzdem ein „gutes Team“ geworden sind. Da der Besuch in England noch in so weiter Ferne scheint, halten sich beständig Gerüchte, dass englische Delegationen schon bald wieder ins Bünder Land einfallen könnten, hier aber sicherlich mit offenen Armen empfangen würden.
Ein besonderer Dank hier noch einmal an die beiden Lehrerteams, die einen tollen, aber zu kurzen Austausch organisiert haben. Aber es ist ja erst Halbzeit!

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