Projektwoche Winter 2019

 erstellt am 18.10.2018

Projektbeschreibungen Jahrgang 5

1 Versunkene Welten: In diesem Projekt werdet ihr von der Entdeckung eines altägyptischen Grabes erfahren und anschließend selbst eine Grab-Schatzkammer in einem Schuhkarton bauen, geheimnisvoll beleuchtet. Dazu kommt eventuell noch das Schreiben und Entschlüsseln von Hieroglyphen.

2 Bildergeschichten: In diesem Projekt schreibt ihr eigene Märchen und setzt diese in ein Comic um.

3 Leben im Wassertropfen: Das Klassenzimmer ist ein Wassertropfen und wir sind mittendrin! In jedem See, jedem Tümpel, jeder Regenpfütze befinden sich mikroskopisch kleine Lebewesen, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind. Du lernst hier die beeindruckende Formenvielfalt dieser Kleinstlebewesen kennen und beobachtest sie zunächst genau. Das Gewimmel von Pantoffeltierchen, Amöben und Grünalgen baust du in großen Plastiken aus Pappmaschee nach und gibst so einen Eindruck von einer Welt, die sonst nur unter dem Mikroskop sichtbar ist.

4 Wo kommen die Töne her? – Instrumente bauen: „Das kann sich hören lassen!“ Wir begeben uns mit euch auf Entdeckungsreise in die Welt der Töne und Geräusche. Dabei stoßen wir auf spannende Fragen wie: Was ist ein Ton, was ist (nur) ein Geräusch? Wo kommen die Töne her? Wie können wir sie selbst erzeugen? All das möchten wir nicht nur mit euch besprechen, sondern auch praktisch erfahrbar machen. Dazu werden wir mit euch Experimente durchführen, zu einem Instrumentenbauer fahren und schließlich ein kleines Instrument selber bauen. Hast du Töne? Dann komm zu uns!

5 Singen ist klasse: Singend und spielend um die Welt! Wir begeben uns mit euch auf eine musikalische Reise in unterschiedliche Länder, die wir besser kennen lernen wollen. Von unserer gemeinsamen Reise berichten wir dem Publikum in eigenen kurzen Szenen und landestypischen Liedern.

6 Musik machen mit allem, was singt und tönt: Wir wollen mit euch Musik machen mit allem, was klingt und tönt. Dazu kannst du einfach dein eigenes Instrument mitbringen. Wenn du kein Instrument spielst, aber trotzdem bereit bist, dich auf das Abenteuer einzulassen, bist du natürlich auch herzlich willkommen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu beteiligen. Wir freuen uns, wenn du unser Ensemble verstärkst und wir am Ende das ein oder andere Stück präsentieren können.

7 Mit Worten jonglieren (Schreibwerkstatt): Wer mit Worten jonglieren kann, ist hier richtig: Wir wollen uns über verschiedene Spiele und Übungen anschauen, welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, eure Gedanken in kreative Textformen zu bringen. Das bedeutet aber nicht, dass wir den ganzen Tag nur schreiben. Wir wollen auch immer wieder mit Aktivitäten Leben in die Situationen bringen, über die ihr schreibt, und uns spielerisch neuen Textsorten nähern. Am Ende steht das Lesecafé auf dem Programm, in dem ihr aus eurem Büchlein, das ihr im Laufe der Woche erstellt und gestaltet, anderen vorlest.

8 Wir erobern die Bühne: Ziel unseres Projektes ist es, dass ihr selbst Theaterszenen schreibt und einübt. Dazu üben wir im Laufe unseres Projektes, wie man seinen Körper und seine Stimme richtig und sinnvoll einsetzt, um Situationen und Gefühle glaubwürdig darzustellen. Außerdem beschäftigen wir uns mit der Frage, wie man eine Bühne nutzt, um Zuschauer in unterschiedliche Situationen und an unterschiedliche Orte mitzunehmen.

Projektbeschreibungen Jahrgang 6

1 Haus- und Heimtiere: Wir lernen in dieser Woche verschiedene Nutz- und Heimtiere (Ziegen, Hühner, Stabheuschrecken, uvm.) theoretisch und praktisch kennen. In Gut Bustedt werden wir uns mit dem Leben und dem Verhalten der Tiere beschäftigen, in dem wir kleine Experimente durchführen und die Tiere hautnah kennenlernen können. Am Ende der Woche erstellen wir kleine Präsentationen, um unserer Erfahrungen mit anderen SuS zu teilen.

2 Bionik: Was haben Schwimmflossen, Pinzetten, Klettverschlüsse, Hubschrauber und Salzstreuer gemeinsam? Sie werden von uns im Alltag selbstverständlich genutzt, ohne dass wir bedenken, wie sie entstanden sind. Dank der intensiven Beobachtung der Natur wurden viele technische Erfindungen entwickelt. Bionik – das ist eine Wissenschaft, die von der Natur lernt, um unsere Technik zu verbessern. Tauche ein in die Welt der Bionik und werde selbst zum Erfinder und Entdecker der Natur!

3 Fliegen: Es werden Flieger gebaut, die auf einer selbst erzeugten Luftwelle gleiten können. Wie diese Luftwellengleiter fliegen könnt ihr euch unter https://www.youtube.com/watch?v=Xxu3hYFGT2c ansehen. Nebenbei erfahrt ihr durch vielfältige Experimente Interessantes über die Grundlagen des Fliegens bei Flugzeugen und Vögeln. Der Eigenanteil der Schüler beträgt 3 €.

4 Chemie kann Kunst!?: Die SuS stellen im Projekt u.a. selber Farbstoffe, Tinte und Holzleim her. Daraus werden u.a. gebatikte Leinentaschen, selbstgemalte Bilder und ein selbstgebauter Drachen hergestellt. Zusätzlich werden die SuS in die einfache Farbenlehre eingeführt. Der Eigenanteil der SuS beträgt 10 €.

5 Lebensmittelchemie: Wir untersuchen, woraus die Milch besteht und stellen aus den Bestandteilen Bioprodukte (Joghurt, Butter, Quark) sowie Bioplastik her.

6 Dem Täter auf der Spur – naturwissenschaftliche Methoden der Kriminalistik: Fingerabdrücke, Fußabdrücke, Analyse von Mikrospuren, Sehen im Dunkeln, Einblick in die DNA - die Methoden, einem Täter mit wissenschaftlichen Mitteln auf die Schliche zu kommen, sind vielfältig! Einige sollt ihr in dieser Woche erproben und den Täter in unserem Kriminalfall damit überführen.

7 Mechanik mit dem Baukasten: Schülerinnen und Schüler lernen zunächst, einfache Maschinen nach Anleitung nachzubauen. In einem zweiten Schritt sollen nach Vorgabe Maschinen frei geplant und aufgebaut werden. Beurteilt werden die Maschinen nach der geforderten Funktionalität. Eigenschaften einfacher Maschinen (beispielsweise von Getrieben) sollen theoretisch erfasst und berechnet werden können.

8 Roberter-Projekt: In diesem Projekt werden zuerst erste Einblicke in die Programmierung von Lego-Mindstorms-Robotern vermittelt. Im zweiten Teil werden kleine eigenständige Aufgaben mit dem Roboter bearbeitet. Zusätzlich ist eine eintägig Exkursion zur Universität Bielefeld geplant, die ca. 20€ kosten wird.

Projektbeschreibungen Jahrgang 7:
 
1 Bibel 2.0 – alte Geschichten neu inszeniert: Produktive Arbeit mit und an biblischen Geschichten. Bei diesem Projekt kannst du deine Kreativität entfalten. Ob handwerklich, technisch oder auf darstellerischem Gebiet, du setzt die Geschichten neu in Szene, bleibst aber ihrer ursprünglichen Aussage treu. So erscheinen Texte, die 2000 Jahre oder älter sind, aktuell und lebendig.
 
2 „Petze, Petze – feuerrote Hexe“: In diesem Projekt machen wir uns auf die Suche, Antworten darauf zu finden, warum Menschen in der Vergangenheit als Hexe bezeichnet und vor allem wie sie verfolgt und sogar ermordet wurden. Wer waren die Täter? Wie haben sich die Mitmenschen verhalten? Dazu arbeiten wir nicht nur in der Schule, sondern wir begeben uns auch auf Spurensuche in das Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo, um abschließend die Ergebnisse zusammenzufassen. So können wir abschließend vielleicht beantworten, ob die Hexenverfolgung auch in der heutigen Welt Parallelen hat und der Schulhof-Reim noch immer Bedeutung hat.
 
3 Leben im polaren Raum früher und heute: Wir erkunden im Rahmen unseres Projekts die Polargebiete als Landschaftsräume des ewigen Eises. Dabei lernen wir die Lebensweise der Menschen in der polaren Zone sowie deren Veränderungen in den letzten Jahrzehnten kennen. Hierbei soll auch auf die Tierwelt und die klimatischen Veränderungen eingegangen werden. Ihr schlüpft in die Rolle von Journalisten und erstellt eine kleine Geo-Zeitschrift zum Thema mit Infotexten, Bildern, Rätseln, einem Comic und hilfreichen Tipps. Bei eurer Recherche könntet ihr zum Beispiel auf folgende Fragen stoßen: Warum treffen Eisbären und Pinguine in der Natur nicht aufeinander? Wer war der erste Polarforscher? Schmilzt das ewige Eis? Wo und wie leben die Inuit?
 
4 BIPARCOURS – Erstellen einer digitalen Stadtrallye: In diesem Projekt lernt ihr das Programm und die App von BIPARCOURS kennen, und wie man damit spannende, interaktive Rallyes zu interessanten Themen erstellen kann. Ihr werdet die Möglichkeit haben, einen eigenen Parcours zu entwerfen. Der BIPARCOURS-Creator bietet euch dafür diverse Tools und Features wie kurze Videosequenzen, Fotos, Tonaufnahmen und Quizelementen. Zudem könnt ihr bei den Rallyes Punkte sammeln und Turniere veranstalten. Bitte bringt für dieses Projekt ein Smartphone mit.
 
5 Widukind – Der unbekannte Sachsenfürst: „Wittekind“, „Widukind“ – Apotheken, Schulen, soziale Einrichtungen, selbst Schulen tragen diesen Namen und man kommt kaum an ihm vorbei. So leben wir sogar in einer Gegend, die für viele nichts anderes als das „Widukindland“ oder „Wittekindsland“ ist. Warum eigentlich? Wie kommt es, dass ein Mensch, der vor über 1000 Jahren gelebt hat, sich so in das Bewusstsein der Mensch rund um Bünde eingeschrieben hat? Das verrät eine historische Spurensuche nach dem Menschen, über den sich Legenden und Sagen weben. Und diese führt uns nach Enger, dorthin, wo man die wichtigsten Spuren Widukinds zu finden glaubt, genauer: in das Widukindmuseum. Dort werden wir die historische Fährte aufnehmen und zu klären versuchen, wer dieser Sachsenfürst nun wirklich war. Die Ergebnisse dieser historischen Spurensuche werden wir abschließend in Erklärvideos und digitalen Präsentationen zusammenfassen und die Frage vielleicht beantworten können: War Widukind ein Held  oder doch eher ein verbrecherischer Aufrührer?
 
6 Leben auf der Burg im Mittelalter: Das Mittelalter – lang ist’s her. Wir entführen euch in die Welt des Mittelalters, ihr lernt das Leben in der „dunklen Zeit“ kennen und erfahrt Interessantes über heute noch bestehende Relikte des Mittelalters – Burgen. Eine dieser Burgen werden wir besichtigen, so dass ihr am Ende der Woche eure neuen Erkenntnisse auf verschiedenste Weise präsentieren könnt.
 
7 Zum Glück gibt es das Glück – Glücksvorstellungen im Wandel: Die SuS nähern sich ausgehend von ihren eigenen Glücksvorstellungen dem Thema „Glück“ von verschiedenen Seiten: Wann bin ich glücklich? Was ist Glück für mich? Welche Glückvorstellungen herrschen in unserer Gesellschaft? Welche Rolle spielen die anderen für mein Glück? Was können wir von der „Glücksforschung“ lernen? Welche Ratschläge der Philosophen überzeugen mit Blick auf ein geglücktes, gelungenes Leben? Welche Rolle spielt das Unglück für das Glück?
 
8 Fake News, Trolls, Social Bots & Co. – Debattieren, aber richtig! Liebe Schüler und Schülerinnen, wusstet ihr, dass wir uns im Krieg befinden? Im Krieg der Informationen bzw. der falschen Informationen? Ihr alle habt schon sicherlich vom Begriff ‚Fake News‘ gehört. In diesem Projekt lernt ihr auch, was ‚Social Bots‘ und ‚Trolls‘ sind, echte von unechten Nachrichten zu unterscheiden und auch ‚gefakte‘ Youtube-Videos zu erkennen. Um für den ‚cyber war‘ gut gerüstet zu sein, lernt ihr auch, wie man sich richtig streitet. Wenn ihr Spaß an Diskussionen habt und gerne vor einem Publikum redet, dann seid ihr hier richtig.
 
9 Mikroplastik – (k)ein Problem für uns? Plastik begleitet uns vom Aufstehen bis zum Schlafengehen, mal sichtbar, wie die Zahnbürste, und mal unsichtbar, wie beim Shampoo. Ist das eigentlich ein Problem und geht mich das etwas an? In unserem Projekt wollen wir nicht nur erforschen, wo uns Plastik/ Mikroplastik in unserem täglichen Umfeld begegnet und zum Problem werden kann, sondern vor allem aktiv werden, um die Plastikberge in unser aller Leben zu reduzieren. Dazu wollen wir zum Beispiel mikroplastikfreie Kosmetika herstellen und Plastikprodukte upcyceln.

Projektbeschreibungen Jahrgang 8

1 Sporthelferausbildung: Sporthelferinnen und Sporthelfer sind speziell ausgebildete Schülerinnen und Schüler, die Bewegungs-, Spiel und Sportangebote für Mitschülerinnen und Mitschüler im außerunterrichtlichen Sport und im Ganztag ihrer Schule gestalten und durchführen. Tätigkeitsfelder der Sporthelferinnen und Sporthelfer sind: Pausensport, Schulsportgemeinschaften, Schulsportfeste, sportorientierte Projekte, Schulfahrten und natürlich bringen Sporthelfer/innen viele eigene Ideen ein! In der Projektwoche wird der wesentliche Teil der Ausbildung vollzogen. Darüber hinaus wird ein kurzes AG- oder Vereinspraktikum verlangt, um die Qualifikation zum Sporthelfer zu erlangen. Das Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen und der Jahrgangsstufe EF, die danach mindestens zwei Jahre an der Schule als Sporthelfer/in eingesetzt werden sollen. Wichtig ist, dass die Teilnehmer auch selbst gerne Sport treiben! Die Sporthelferausbildung ist gleichbedeutend mit der Ausbildung zum Gruppenhelfer I.

2 Sport und Ernährung – Wie gestalte ich meinen gesunden Tag? : Habt ihr euch schon immer gefragt, wie ihr einen gesunden Tag verlebt? Wenn Ihr Anregungen braucht, was zu einem gesunden Lebensstil beitragen kann, dann seid ihr in diesem Projekt genau richtig! Ihr werdet neben vielen Möglichkeiten der körperlichen Aktivitäten auch gesunde Rezepte kennenlernen, die wir gemeinsam zubereiten und probieren. Ihr braucht zu allen Tagen Sportsachen für die Halle und draußen (je nach Wetterlage) und für einen Tag Schwimmsachen.

3 Skifreizeit: Skiexkursion in die Alpen – Gleiterfahrungen im Ökosystem Alpen sammeln. Das Projekt richtet sich insbesondere an solche SuS, die bisher diese Erfahrungen nicht machen konnten und beinhaltet über das Erlernen und Vertiefen der Fähigkeiten und Fertigkeiten des Skifahrens hinaus eine Beschäftigung mit relevanten Themen und Inhalten in diesem Zusammenhang (z.B. Klimaveränderung, Skigebiete zwischen Ökonomie und Ökologie, Alpine Gefahren etc.). – Wahlen dieses Projektes haben bereits vor den Sommerferien stattgefunden

4 Krafttraining, aber richtig! Gesundheitsbewusstes Erleben von Krafttraining: Das Projekt „Krafttraining“ setzt sich das Ziel, die wichtigen Grundlagen für ein funktionales und gesundes Krafttraining zu vermitteln. In diesem Projekt werdet ihr lernen, was eine gesunde Haltung ausmacht, wie man Krafttraining plant und worauf man beim Training achten muss. Als Teilnehmer des Projektes seid ihr in der Lage, eure eigenen Ziele im Krafttraining umzusetzen und erhaltet bei erfolgreicher Teilnahme den Kraftraumschein.

5 Erwerb des Deutschen Rettungsschwimmabzeichens Bronze: In diesem Projekt hast du die Möglichkeit, das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen Bronze zu erwerben. Dabei erweiterst du deine Fähigkeiten u.a. in folgenden Bereichen: Schwimmen, Kleiderschwimmen, Wasserspringen, Tauchen, Transportschwimmen (z.B. Partner abschleppen), Befreiung aus Halsumklammerungen, Theorie (z.B. Atmung und Blutkreislauf, Gefahren im und am Wasser, Hilfe bei Verletzungen und Ertrinkungsunfällen). Nachdem du deine Fertigkeiten in Theorie und Praxis erfolgreich unter Beweis gestellt hast, wird dir am Ende des Projekts dein DLRG Schein in Bronze überreicht.

6 Internationale Tänze und (Sport-) Spiele: In dem Projekt „Internationale Tänze und (Sport-)Spiele“ lernt ihr unterschiedliche Tänze und Spiele kennen, die aus allen Teilen der Welt kommen. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf den nordamerikanischen Spielen Lacrosse und Ultimate Frisbee. Außerdem werdet ihr eine Einführung zu Zumba, Hip-Hop und Western Square Dance erhalten.

Projektbeschreibungen Jahrgang EF

1 Regenerative Energien: Zucker, Brot und Akku-Stärke – mit voller Energie voraus!? Wer nach Fukushima zurückkehrt, schaut auf grüne Planen, unter denen Atommüll schlummert. Das Lob auf die Kernkraftenergie verstummte 2011. Die Wellen der Zerstörung bewegte selbst deutsche politisch Eingesessene in ihren weitreichenden Entscheidungen. Aber welche alternativen Energiequellen gibt es denn für unseren globalen Energiehunger? Wer im ländlichen Raum unserer Heimat zwischen den Feldern kurvt, schaut ebenfalls auf grüne Planen. Welche Hoffnung gärt denn hierzulande? Wir werden uns auf den Weg zu einer Biogasanlage machen, um das Mysterium dieser „grünen Energie“ auf den Grund zu gehen. Wir wollen aber nicht nur die Funktionsweise, Nutzung und Grenzen dieser Hoffnungswelle erforschen, sondern noch mindestens einen Schritt weiter gehen: Verfügt die BIO-Masse über genügend Stärke, um den Menschen in unserem ländlichen Raum auch eine neue Perspektive zu schenken? Höhepunkt unseres Projekts wird eine Podiumsdiskussion sein, in der wir mit verschiedenen Vertretern nach tragfähigen Zukunftslösungen fragen.

2 Kirche im Widerstand: Die SuS setzen sich nach einem kurzen theoretischen Impuls zum Thema „Widerstand“ in arbeitsteiliger Gruppenarbeit mit unterschiedlichen Biographien („Stillen Helden“) auseinander. Produktives Ziel dieser Auseinandersetzung ist eine kreative Präsentationsform (Erklärvideo, „Lebenskoffer“, Podcast, …).

3 Basismodul Übungsleiter C, Trainer C: Bist Du mindestens 16 Jahre alt, erhältst du in einem überschaubaren Zeitaufwand einen „Rundumblick“, auf dem du aufbauen kannst. Du lernst in deinem Verein eigenständig Übungsstunden anzuleiten, Mannschaften zu trainieren oder Jugendgruppen zu führen. Du übst das Auftreten und das Sprechen vor Gruppen, schnupperst in die Trainingslehre und den Aufbau von Sportstunden. All das erarbeitest du mit Deiner Gruppe in praktischen Übungen, in denen der Spaß nicht zu kurz kommt!  Du lernst: Sportangebote für Kinder und Jugendliche zu planen, anzuleiten und zu reflektieren, gemeinsam Projekte und Maßnahmen in deinem Verein anzuschieben, motorische Grundeigenschaften und Entwicklungen von Kindern zu fördern, den Aufbau von Praxisstunden und Vermittlungsmethoden, grundlegende Aspekte der Sicherheit, Aufsichtspflicht und Erste-Hilfe. Hinweis: Diese Basisausbildung ist notwendige Voraussetzung für alle Ausbildungen auf der ersten Lizenzstufe und somit Einstieg in das Qualifizierungssystem des Landessportbundes NRW. Diese berechtigt noch nicht zum eigenständigen Leiten von Gruppen.

4 Festung Europa: Nach den historischen Erweiterungen und dem Brexit-Votum sieht sich die Europäische Union mit enormen Herausforderungen konfrontiert. Es bedarf der Diskussion über Verfasstheit, Werte und Zielrichtung der europäischen Einigung mehr als je zuvor. Welche Politiken lassen die Bürger*innen wieder Vertrauen fassen in das europäische Großprojekt? Das Seminar dient zum Kennenlernen der europäischen Integrationsgeschichte und der Funktionsweise der EU. Teilnehmende diskutieren außerdem die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Herausforderungen für Europa und seine Bürger*innen. Dabei steht eine Simulation zur europäischen Asylpolitik im Zentrum, bei der die Teilnehmenden selbst die Position einer europäischen Institution oder eines Mitgliedstaats der EU einnehmen und aus dieser Warte argumentieren. Sie können so die Zusammenarbeit verschiedener Akteure in der EU selbst nachvollziehen und lernen, Kompromisse zu schätzen. In der Zukunftswerkstatt entwickeln sie anschließend in kreativen Workshops entsprechende Szenarien für das Europa der Zukunft. HINWEIS: Das Projekt umfasst 3-tägiges Seminar beim Gesamteuropäischem Studienwerk in Vloto. Unkosten ca. 65 € (Vollpension) + Anreise; Mindestteilnehmerzahl 20 SuS.

5 Ab in die Zukunft: Wir wollen der Frage nachgehen, welche Eigenschaften die Werkstoffe der Zukunft besitzen sollten und wie die Wissenschaft Materialien mit solchen Eigenschaften entwickeln kann. Natürlich werden wir dabei auch Experimente durchführen, Eigenschaften testen und selber einige zukunftsträchtige Materialien herstellen. Zurzeit sind „Nanomaterialien“ besonders angesagt. Darum werden wir diese „Wundermittel“ mit ihren besonderen Eigenschaften einmal genauer unter die Lupe nehmen. Zudem schauen sich die Naturwissenschaftler gerne in der Natur um, um neue Werkstoffe zu entwickeln. Künstliche Seide, Biokunststoffe, welche Versprechungen machen sich die Techniker von ihnen? Und was ist heute schon möglich? Wir wollen Antworten auf diese Fragen finden. Eine immer wichtigere Rolle spielen Energiespeicher für unsere Gesellschaft und unseren Alltag. Deshalb werden wir uns auch auf die Suche nach den Akkus der Zukunft machen. Geplant ist ein eintägiger Besuch eines Schülerlabors in der Universität Bielefeld, um dort im Labor Experimente durchzuführen, die wir nicht so einfach in der Schule umsetzen können.

6 Einführung in die Astronomie: In klaren Nächten abseits großer Städte kann man den Sternenhimmel besonders gut betrachten. Bis zu 2000 leuchtende Punkte kann man mit dem Auge ohne Hilfsmittel (Fernrohr, Fotoapparat) sehen. Die Milchstraße erscheint als langgestreckter Nebel.
Was verbirgt sich hinter den leuchtenden Punkten? Was sieht man durch ein Teleskop? Wie entstehen die Fotografien von Planeten und Galaxien? Das sind Fragen auf die es Antworten in diesem Projekt gibt.

7 Komplexe Zahlen – Von der Wurzel aus -1 zum Apfelmännchen: Wir lernen, dass man aus einer negativen Zahl keine Wurzel ziehen kann, also dass etwa die Gleichung x^2=−1 keine Lösung in den reellen Zahlen besitzt. Mathematiker geben sich mit dieser Situation nicht zufrieden. Sie „erfinden“ Zahlen, deren Quadrate auch negativ sein können. Solche Zahlen heißen komplexe Zahlen und wurden schon von dem berühmten Mathematiker Gauß studiert. Komplexe Zahlen können wir als Vektoren in der Ebene darstellen, wodurch die Rechenoperationen geometrisch sichtbar werden. Sie haben nicht nur die erfreuliche Eigenschaft, dass Polynomgleichungen immer lösbar sind, sondern wir entdecken auch die wahre Natur mancher Funktionen nur, wenn wir sie als Funktionen von komplexen Zahlen auffassen. Neben den komplexen Zahlen wollen wir in der Projektwoche lernen, wie Fraktale (speziell die Mandelbrotmenge, „Apfelmännchen“) aus komplexen Zahlen entstehen und wie sich diese mit Hilfe von Computerprogrammen erzeugen lassen. Bei Interesse werden wir erkunden, wie Quaternionen, spezielle Verallgemeinerungen komplexer Zahlen, die Mathematik und Informatik bereichern.

8 Jüdisches Leben in Bünde: In diesem Projekt sollen in Gruppenarbeit verschiedene Aspekte und Zeitabschnitte jüdischen Lebens in Bünde vom 18. bis zum 20. Jahrhundert von den Schülerinnen und Schülern selbstständig unter Anleitung erarbeitet werden. Dabei werden der zunehmend rassisch geprägte Antisemitismus und die Diskriminierung (Ausgrenzung) der Juden in Bünde seit den 1920er Jahren und dann vor allem die systematische Ausgrenzung, Verfolgung, Vertreibung, Deportation und Ermordung der Juden aus Bünde in den 30er und 40er Jahren unter der Herrschaft des Nationalsozialismus im Mittelpunkt stehen. Auf der Basis fachwissenschaftlicher Veröffentlichungen zum jüdischen Leben in Bünde soll zum einen dem Schicksal einzelner jüdischer Familien nachgegangen werden, zum anderen sollen auch einzelne Aspekte jüdischen Lebens, z. B. religiöses Leben (Synagogengemeinde, jüdischer Friedhof), Bildung und Bildungsinstitutionen (religiöse Unterweisung und Schule), Teilhabe an wirtschaftlichen Entwicklungsprozessen der Stadt (z. B. Zigarrenindustrie), Teilhabe an politischer Herrschaft in der Stadt (Verwaltung, Parteien, Rat der Stadt) und Partizipation an den kulturellen Institutionen in Bünde (Feuerwehr, Schützenvereine, Sportvereine) besondere Berücksichtigung finden. Die SuS sollen in diesem Rahmen pro Gruppe (insg. drei bis fünf Gruppen, je nach Größe der Gesamtschülerzahl in diesem Projekt) eine Stadtführung zu Ihrem Thema erarbeiten und am letzten Tag die Gesamtgruppe wechselseitig in dieser Stadtführung mit den Ergebnissen ihres Themenbereichs in Form von Vorträgen vor einschlägigen Gebäuden und auf zentralen Plätzen Bündes bekannt machen. Materialien zur Erarbeitung der Inhalte werden in angemessenen Umfang zur Verfügung gestellt. Ziel dieses Projektunterrichts ist es auch, den Kontrast zu unserem heutigen Umgang mit Minderheiten in der gegenwärtigen Gesellschaft deutlich werden zu lassen und Anhaltspunkte zu gewinnen, wie wir heute diesen Minderheiten begegnen sollten, um ein gelingendes Zusammenleben zu gewährleisten.

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