Projektwoche Winter 2022

 erstellt am 06.12.2021

Projektwoche Winter 2021 - Projektbeschreibungen

Nachfolgend findest du kurze Beschreibungen der angebotenen Projekte. Diese sind nach Jahrgangsstufen sortiert, damit du ein für dich passendes Projekt schneller finden kannst. 


Projektbeschreibungen Jahrgang 5

1 Versunkene Welten – Kunst in der Steinzeit: Höhlenmalereien sind die ältesten uns bekannten Kunstwerke. Doch warum und vor allem wie haben die Menschen auf Höhlenwände gemalt? Stifte, Farben und Pinsel wurden doch erst Jahrhunderte später erfunden. Diesen Fragen werden wir in der Projektwoche nachgehen. Wir werden selbst Farben mischen und dann unsere selbst hergestellten Höhlenwände mit einem Steinzeitcomic verzieren. Dazu schreiben wir eine spannende Geschichte, um diese zusammen mit den Höhlenwänden dann auszustellen. Wenn ihr gerne zeichnet und euch fantasievolle Geschichten ausdenken könnt, seid ihr hier genau richtig.

2 Bildergeschichten: In diesem Projekt schreibt ihr eigene Märchen und setzt diese in ein Comic um.

3 Leben im Wassertropfen: Das Klassenzimmer ist ein Wassertropfen und wir sind mittendrin! In jedem See, jedem Tümpel, jeder Regenpfütze befinden sich mikroskopisch kleine Lebewesen, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind. Du lernst hier die beeindruckende Formenvielfalt dieser Kleinstlebewesen kennen und beobachtest sie zunächst genau. Das Gewimmel von Pantoffeltierchen, Amöben und Grünalgen baust du in großen Plastiken aus Pappmaschee nach und gibst so einen Eindruck von einer Welt, die sonst nur unter dem Mikroskop sichtbar ist.

4 Wo kommen die Töne her? – Instrumente bauen: „Das kann sich hören lassen!“ Wir begeben uns mit euch auf Entdeckungsreise in die Welt der Töne und Geräusche. Dabei stoßen wir auf spannende Fragen wie: Was ist ein Ton, was ist (nur) ein Geräusch? Wo kommen die Töne her? Wie können wir sie selbst erzeugen? All das möchten wir nicht nur mit euch besprechen, sondern auch praktisch erfahrbar machen. Dazu werden wir mit euch Experimente durchführen, ein Klavierbauer kommt zur uns und schließlich werden wir ein kleines Instrument selber bauen. Hast du Töne? Dann komm zu uns!

5 Eine musikalische Reise um die Welt - Singen ist klasse: Singend und spielend um die Welt! Wir begeben uns mit euch auf eine musikalische Reise in unterschiedliche Länder, die wir besser kennen lernen wollen. Wir singen landestypische Lieder und erstellen eine Reisemappe, in der wir Besonderheiten der bereisten Länder vorstellen.

6 Musik machen mit allem, was singt und tönt: Wir wollen mit euch Musik machen mit allem, was klingt und tönt. Dazu kannst du einfach dein eigenes Instrument mitbringen. Wenn du kein Instrument spielst, aber trotzdem bereit bist, dich auf das Abenteuer einzulassen, bist du natürlich auch herzlich willkommen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu beteiligen. Wir freuen uns, wenn du unser Ensemble verstärkst und wir am Ende das ein oder andere Stück präsentieren können.

7 Mit Worten jonglieren (Schreibwerkstatt): Wer mit Worten jonglieren kann, ist hier richtig: Wir wollen uns über verschiedene Spiele und Übungen anschauen, welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, eure Gedanken in kreative Textformen zu bringen. Das bedeutet aber nicht, dass wir den ganzen Tag nur schreiben. Wir wollen auch immer wieder mit Aktivitäten Leben in die Situationen bringen, über die ihr schreibt, und uns spielerisch neuen Textsorten nähern. Am Ende steht das Lesecafé auf dem Programm, in dem ihr aus eurem Büchlein, das ihr im Laufe der Woche erstellt und gestaltet, anderen vorlest.

8 Wir erobern die Bühne: Ziel unseres Projektes ist es, dass ihr selbst Theaterszenen schreibt und einübt. Dazu üben wir im Laufe unseres Projektes, wie man seinen Körper und seine Stimme richtig und sinnvoll einsetzt, um Situationen und Gefühle glaubwürdig darzustellen. Außerdem beschäftigen wir uns mit der Frage, wie man eine Bühne nutzt, um Zuschauer in unterschiedliche Situationen und an unterschiedliche Orte mitzunehmen.


Projektbeschreibungen Jahrgang 6

1 Haus- und Heimtiere: Wir lernen in dieser Woche verschiedene Nutz- und Heimtiere (z.B.: Ziegen und Hühner) theoretisch und praktisch kennen. In Gut Bustedt werden wir uns mit dem Leben und dem Verhalten der Tiere beschäftigen, in dem wir kleine Experimente durchführen und die Tiere hautnah kennenlernen können. Am Ende der Woche erstellen wir kleine Präsentationen, um unsere Erfahrungen mit anderen SuS zu teilen. An zwei Tagen beginnt und endet der Projekttag direkt in Gut Bustedt. Es entstehen Kosten von ca. 5€ als Kursgebühr.

2 Fliegen: Es werden Flieger gebaut, die auf einer selbst erzeugten Luftwelle gleiten können. Wie diese Luftwellengleiter fliegen könnt ihr euch unter https://www.youtube.com/watch?v=Xxu3hYFGT2c ansehen. Nebenbei erfahrt ihr durch vielfältige Experimente Interessantes über die Grundlagen des Fliegens bei Flugzeugen und Vögeln. Der Eigenanteil der Schüler beträgt 3 €.

3 Food Design - und mit dem Essen spielt man doch!: Zusatzstoffe sind die heimlichen Helfer der Food-Designer, da sie Lebensmittel optisch oder geschmacklich aufbessern oder ihre Haltbarkeit deutlich verlängern können. Dabei stehen allerdings einige Zusatzstoffe in Verdacht, z.B. Allergien auszulösen. Mit Hilfe naturwissenschaftlicher Experimente wollen wir anhand von Kartoffelpüree, Wackelpudding, Zwiebelsuppe und Co. einigen Tricks der Food-Designern und der Lebensmittelindustrie auf die Spur kommen.

4 Dem Täter auf der Spur – naturwissenschaftliche Methoden der Kriminalistik: Fingerabdrücke, Fußabdrücke, Analyse von Mikrospuren, Sehen im Dunkeln, Einblick in die DNA - die Methoden, einem Täter mit wissenschaftlichen Mitteln auf die Schliche zu kommen, sind vielfältig! Einige sollt ihr in dieser Woche erproben und den Täter in unserem Kriminalfall damit überführen.

5 Mechanik mit dem Baukasten: Schülerinnen und Schüler lernen zunächst, einfache Maschinen nach Anleitung nachzubauen. In einem zweiten Schritt sollen nach Vorgabe Maschinen frei geplant und aufgebaut werden. Beurteilt werden die Maschinen nach der geforderten Funktionalität. Eigenschaften einfacher Maschinen (beispielsweise von Getrieben) sollen theoretisch erfasst und berechnet werden können.

6 Scratch: Wusstest du eigentlich, dass du ein intensiver Nutzer der Informatik bist? Jede App auf deinem Smartphone, jedes Spiel, jeder Text, den du auf dem iPad oder dem PC schreibst basiert auf den Regeln des Programms, das du dafür nutzt. Und natürlich legt das Programm auch fest, welche Elemente in der Anwendung überhaupt vorkommen und was diese Elemente können. Das nennt man dann das Modell des Programms oder schlicht die "Modellierung". In einem Handy-Spiel kann das schon mal sehr entscheidend sein: welche Fähigkeiten hat die von mir gesteuerte Figur? Aber es werden normalerweise ja auch Elemente des Spiels vom Computer gesteuert und auch das geschieht nach einem bestimmten Muster. Das legt der Programmierer in einem "Algorithmus" fest. Um eigene Ideen und einen Algorithmus zu programmieren, benötigst du eine Programmiersprache – so ähnlich wie eine Fremdsprache. Scratch eine einfache Art, bildhaft zu programmieren. Scratch ist eine visuelle Programmiersprache. Der Programmcode wird aus Blöcken zusammengesetzt, die wie Puzzleteile aussehen. In diesem Projekt wirst du mit Hilfe von dem Programm Scratch selbst programmieren und eigene Programme entwickeln. Dabei lernst du auch, was ein Algorithmus ist und wie Algorithmen und Informatik zusammenhängen.


Projektbeschreibungen Jahrgang 7

1 „Petze, Petze – feuerrote Hexe“: In diesem Projekt machen wir uns auf die Suche, Antworten darauf zu finden, warum Menschen in der Vergangenheit als Hexe bezeichnet und vor allem wie sie verfolgt und sogar ermordet wurden. Wer waren die Täter? Wie haben sich die Mitmenschen verhalten? Dazu arbeiten wir nicht nur in der Schule, sondern wir begeben uns auch auf Spurensuche in das Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo, um abschließend die Ergebnisse zusammenzufassen. So können wir abschließend vielleicht beantworten, ob die Hexenverfolgung auch in der heutigen Welt Parallelen hat und der Schulhof-Reim noch immer Bedeutung hat.

2 Leben im polaren Raum früher und heute: Wir erkunden im Rahmen unseres Projekts die Polargebiete als Landschaftsräume des ewigen Eises. Dabei lernen wir die Lebensweise der Menschen in der polaren Zone sowie deren Veränderungen in den letzten Jahrzehnten kennen. Hierbei soll auch auf die Tierwelt und die klimatischen Veränderungen eingegangen werden. Ihr schlüpft in die Rolle von Journalisten und erstellt eine kleine Geo-Zeitschrift zum Thema mit Infotexten, Bildern, Rätseln, einem Comic und hilfreichen Tipps. Bei eurer Recherche könntet ihr zum Beispiel auf folgende Fragen stoßen: Warum treffen Eisbären und Pinguine in der Natur nicht aufeinander? Wer war der erste Polarforscher? Schmilzt das ewige Eis? Wo und wie leben die Inuit?

3 BIPARCOURS – Erstellen einer digitalen Stadtrallye: In diesem Projekt lernt ihr das Programm und die App von BIPARCOURS kennen, und wie man damit spannende, interaktive Rallyes zu interessanten Themen erstellen kann. Ihr werdet die Möglichkeit haben, einen eigenen Parcours zu entwerfen. Der BIPARCOURS-Creator bietet euch dafür diverse Tools und Features wie kurze Videosequenzen, Fotos, Tonaufnahmen und Quizelementen. Zudem könnt ihr bei den Rallyes Punkte sammeln und Turniere veranstalten. Bitte bringt für dieses Projekt ein Smartphone mit.

4 Widukind, der Sachsenherzog: „Wittekind“, „Widukind“ – Apotheken, Schulen, soziale Einrichtungen, selbst Schulen tragen diesen Namen und man kommt kaum an ihm vorbei. So leben wir sogar in einer Gegend, die für viele nichts anderes als das „Widukindland“ oder „Wittekindsland“ ist. Warum eigentlich? Wie kommt es, dass ein Mensch, der vor über 1000 Jahren gelebt hat, sich so in das Bewusstsein der Mensch rund um Bünde eingeschrieben hat? Das verrät eine historische Spurensuche nach dem Menschen, über den sich Legenden und Sagen weben. Und diese führt uns nach Enger, dorthin, wo man die wichtigsten Spuren Widukinds zu finden glaubt, genauer: in das Widukindmuseum. Dort werden wir die historische Fährte aufnehmen und zu klären versuchen, wer dieser Sachsenfürst nun wirklich war. Die Ergebnisse dieser historischen Spurensuche werden wir abschließend in Erklärvideos und digitalen Präsentationen zusammenfassen und die Frage vielleicht beantworten können: War Widukind ein Held oder doch eher ein verbrecherischer Aufrührer?

5 Leben auf der Burg im Mittelalter: Das Mittelalter – lang ist’s her. Wir entführen euch in die Welt des Mittelalters, ihr lernt das Leben in der „dunklen Zeit“ kennen und erfahrt Interessantes über heute noch bestehende Relikte des Mittelalters – Burgen. Eine dieser Burgen werden wir besichtigen, so dass ihr am Ende der Woche eure neuen Erkenntnisse auf verschiedenste Weise präsentieren könnt.

6 Zum Glück gibt es das Glück – Glücksvorstellungen im Wandel: Die SuS nähern sich ausgehend von ihren eigenen Glücksvorstellungen dem Thema „Glück“ von verschiedenen Seiten: Wann bin ich glücklich? Was ist Glück für mich? Welche Glückvorstellungen herrschen in unserer Gesellschaft? Welche Rolle spielen die anderen für mein Glück? Was können wir von der „Glücksforschung“ lernen? Welche Ratschläge der Philosophen überzeugen mit Blick auf ein geglücktes, gelungenes Leben? Welche Rolle spielt das Unglück für das Glück?

7 Fake News, Trolls, Social Bots & Co. – Debattieren, aber richtig! Liebe Schüler und Schülerinnen, wusstet ihr, dass wir uns im Krieg befinden? Im Krieg der Informationen bzw. der falschen Informationen? Ihr alle habt schon sicherlich vom Begriff ‚Fake News‘ gehört. In diesem Projekt lernt ihr auch, was ‚Social Bots‘ und ‚Trolls‘ sind, echte von unechten Nachrichten zu unterscheiden und auch ‚gefakte‘ Youtube-Videos zu erkennen. Um für den ‚cyber war‘ gut gerüstet zu sein, lernt ihr auch, wie man sich richtig streitet. Wenn ihr Spaß an Diskussionen habt und gerne vor einem Publikum redet, dann seid ihr hier richtig.

8 Mikroplastik – (k)ein Problem für uns? Plastik begleitet uns vom Aufstehen bis zum Schlafengehen, mal sichtbar, wie die Zahnbürste, und mal unsichtbar, wie beim Shampoo. Ist das eigentlich ein Problem und geht mich das etwas an? In unserem Projekt wollen wir nicht nur erforschen, wo uns Plastik/ Mikroplastik in unserem täglichen Umfeld begegnet und zum Problem werden kann, sondern vor allem aktiv werden, um die Plastikberge in unser aller Leben zu reduzieren. Auf der Suche nach Alternativen wollen wir selber Duschgel herstellen und u.a. auch erkunden, welche plastikfreien Produkte bereits in Bünder Läden angeboten werden.


Projektbeschreibungen Jahrgang 8

1 Sport und Ernährung – Wie gestalte ich meinen gesunden Tag? : Habt ihr euch schon immer gefragt, wie ihr einen gesunden Tag verlebt? Wenn Ihr Anregungen braucht, was zu einem gesunden Lebensstil beitragen kann, dann seid ihr in diesem Projekt genau richtig! Ihr werdet neben vielen Möglichkeiten der körperlichen Aktivitäten auch gesunde Rezepte kennenlernen, die wir gemeinsam zubereiten und probieren. Ihr braucht zu allen Tagen Sportsachen für die Halle und draußen (je nach Wetterlage) und für einen Tag Schwimmsachen.

2 Skifahrt: Skiexkursion in die Alpen – Gleiterfahrungen im Ökosystem Alpen sammeln. Das Projekt richtet sich insbesondere an solche SuS, die bisher diese Erfahrungen nicht machen konnten und beinhaltet über das Erlernen und Vertiefen der Fähigkeiten und Fertigkeiten des Skifahrens hinaus eine Beschäftigung mit relevanten Themen und Inhalten in diesem Zusammenhang (z.B. Klimaveränderung, Skigebiete zwischen Ökonomie und Ökologie, Alpine Gefahren etc.). – Wahlen dieses Projektes haben bereits vor den Sommerferien stattgefunden

3 Krafttraining, aber richtig! Gesundheitsbewusstes Erleben von Krafttraining: Das Projekt „Krafttraining“ setzt sich das Ziel, die wichtigen Grundlagen für ein funktionales und gesundes Krafttraining zu vermitteln. In diesem Projekt werdet ihr lernen, was eine gesunde Haltung ausmacht, wie man Krafttraining plant und worauf man beim Training achten muss. Als Teilnehmer des Projektes seid ihr in der Lage, eure eigenen Ziele im Krafttraining umzusetzen und erhaltet bei erfolgreicher Teilnahme den Kraftraumschein.

4 Internationale Tänze und (Sport-) Spiele: In dem Projekt „Internationale Tänze und (Sport-)Spiele“ lernt ihr unterschiedliche Tänze und Spiele kennen, die aus allen Teilen der Welt kommen. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf den nordamerikanischen Spielen Lacrosse und Ultimate Frisbee. Außerdem werdet ihr eine Einführung zu Zumba, Hip-Hop und Western Square Dance erhalten.

5 Sporthelferausbildung am FvSG: Sporthelferinnen und Sporthelfer sind speziell ausgebildete Schülerinnen und Schüler, die Bewegungs-, Spiel und Sportangebote für Mitschülerinnen und Mitschüler im außerunterrichtlichen Sport und im Ganztag ihrer Schule gestalten und durchführen. Tätigkeitsfelder der Sporthelferinnen und Sporthelfer sind: Pausensport, Schulsportgemeinschaften, Schulsportfeste, sportorientierte Projekte, Schulfahrten und natürlich bringen Sporthelfer/innen viele eigene Ideen ein! In der Projektwoche wird der wesentliche Teil der Ausbildung vollzogen. Darüber hinaus wird ein kurzes AG- oder Vereinspraktikum verlangt, um die Qualifikation zum Sporthelfer zu erlangen. Das Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen, die danach mindestens zwei Jahre an der Schule als Sporthelfer/in eingesetzt werden sollen. Sporthelfer müssen die grundsätzliche Bereitschaft mitbringen, an Veranstaltungen, die vereinzelt auch außerhalb der Schulzeit liegen können, teilzunehmen. Beispiele dafür wären die Mitarbeit bei Sportfesten an Grundschulen, den Waldjugendspielen oder der Tag der offenen Tür. Die Sporthelferausbildung ist gleichbedeutend mit der Ausbildung zum Gruppenhelfer I.


Projektbeschreibungen Jahrgang EF

1 Regenerative Energien: Zucker, Brot und Akku-Stärke – mit voller Energie voraus!? Wer nach Fukushima zurückkehrt, schaut auf grüne Planen, unter denen Atommüll schlummert. Das Lob auf die Kernkraftenergie verstummte 2011. Die Wellen der Zerstörung bewegten selbst deutsche politisch Eingesessene in ihren weitreichenden Entscheidungen. Aber welche alternativen Energiequellen gibt es denn für unseren globalen Energiehunger? Wer im ländlichen Raum unserer Heimat zwischen den Feldern kurvt, schaut ebenfalls auf grüne Planen. Welche Hoffnung gärt denn hierzulande? Wir werden uns auf den Weg zu einer Biogasanlage machen, um das Mysterium dieser „grünen Energie“ auf den Grund zu gehen. Wir wollen aber nicht nur die Funktionsweise, Nutzung und Grenzen dieser Hoffnungswelle erforschen, sondern noch mindestens einen Schritt weiter gehen: Verfügt die BIO-Masse über genügend Stärke, um den Menschen in unserem ländlichen Raum auch eine neue Perspektive zu schenken? Höhepunkt unseres Projekts wird eine Podiumsdiskussion sein, in der wir mit verschiedenen Vertretern nach tragfähigen Zukunftslösungen fragen.

2 Stille Helden im kirchlichen Widerstand: Wenn von Widerstand die Rede ist, werden in der Regel immer die gleichen Menschen und Gruppen, wie zum Beispiel „Die Weiße Rose“ oder der militärische Widerstand um Graf von Stauffenberg thematisiert. In diesem Projekt soll es um die sogenannten „stillen Helden“ gehen, die auf ganz unterschiedliche Weise im Alltag sich der Diktatur im Nationalsozialismus widersetzt haben. Die SuS setzen sich nach einem kurzen theoretischen Impuls zum Thema „Widerstand“ in arbeitsteiliger Gruppenarbeit mit unterschiedlichen Biographien auseinander. Produktives Ziel dieser Auseinandersetzung ist eine kreative Präsentationsform (Erklärvideo, „Lebenskoffer“, Podcast, …).

3 Diversität und Demokratiebildung In dem Erlebnisprojekt „Diversität und Demokratiebildung“ geht es um die Auseinandersetzung mit Diskriminierung und Rassismus in Deutschland.
In Vlotho wollen wir, mit Unterstützung durch MitarbeiterInnen des Gesamteuropäischen Bildungswerkes GeSW, drei Tage lang (Montag bis Mittwoch) unsere eigenen Werte stärken und unsere Konfliktlösungsstrategien verbessern.
Diskriminierung gehört leider immer noch zum Alltag in Deutschland. Daher das Ziel des Seminars gemeinsam eine Sensibilität für Diskriminierung zu entwickeln. Wir wollen Diskriminierung nicht nur verstehen, sondern auch unser Selbstbewusstsein stärken, Handlungsoptionen erkennen und eigenes Handeln trainieren. Dazu greifen wir auf abwechslungsreiche und interaktive Methoden zurück, um den Weg in ein tolerantes, vielfältiges und solidarisches Miteinander zu beleuchten und in einen intensiven Austausch miteinander zu treten.
Durch unterschiedliche Methoden werden wir gestärkt, soziale Ungleichheiten zu erkennen, Einfühlungsvermögen zu entwickeln und Grenzen zu ziehen. In Workshops und Rollenspielen lernen wir uns zu artikulieren, zu argumentieren, zu diskutieren und einander zuzuhören.
Zudem nutzen wir ja täglich und ganz selbstverständlich verschiedenste Social Media Plattformen und werden dort oft unbewusst mit Diskriminierung, Hate Speech und Ausgrenzung konfrontiert. In diesem Seminar wollen wir uns deshalb auch kritisch mit dem eigenen Nutzungsverhalten auseinandersetzen und Diskriminierung im digitalen Raum aufarbeiten. Was genau ist eigentlich Hate Speech, wo fängt Cancel Culture an und was hat das Ganze mit Rechtsextremismus und Cyber Mobbing zu tun?
Darüber hinaus wollen wir aber auch Handlungsoptionen gegen Diskriminierung im Internet entwickeln und einüben. Wir drehen und präsentieren dann zum Abschluss eigene Videos gegen Diskriminierung und für ein tolerantes Miteinander auch im Online-Raum.
Wieder zurück in Bünde möchten wir versuchen die in Vlotho gesammelten Erfahrungen auf unseren Alltag am FvSG und in Bünde zu übertragen.
Da ein großer Teil des Seminars am GeSW in Vlotho stattfindet, fallen für zwei Übernachtungen und die Vollverpflegung leider Kosten in Höhe von etwa 65 € an.

4 Ab in die Zukunft: Wir wollen der Frage nachgehen, welche Eigenschaften die Werkstoffe der Zukunft besitzen sollten und wie die Wissenschaft Materialien mit solchen Eigenschaften entwickeln kann. Natürlich werden wir dabei auch Experimente durchführen, Eigenschaften testen und selber einige zukunftsträchtige Materialien herstellen.
Zurzeit sind „Nanomaterialien“ besonders angesagt. Darum werden wir diese „Wundermittel“ mit ihren besonderen Eigenschaften einmal genauer unter die Lupe nehmen. Zudem schauen sich die Naturwissenschaftler gerne in der Natur um, um neue Werkstoffe zu entwickeln. Künstliche Seide, Biokunststoffe, welche Versprechungen machen sich die Techniker von ihnen? Und was ist heute schon möglich? Wir wollen Antworten auf diese Fragen finden. Eine immer wichtigere Rolle spielen Energiespeicher für unsere Gesellschaft und unseren Alltag. Deshalb werden wir uns auch auf die Suche nach den Akkus der Zukunft machen.

5 Elektrische Steuerungen bauen und programmieren mit dem Mikrocontroller ARDUINO - Mikrocontroller sind kleine Computer, die nicht nur durch Maus und Tastatur, sondern durch viele Sensoren (Licht-, Bewegungs-, Magnetfeld-,...sensoren) gesteuert werden können. Als Ausgabeeinheiten können nicht nur Displays und Lautsprecher, sondern viele andere Geräte wie Motoren, LEDs, Elektromagneten,... gesteuert werden.
In diesem Projekt arbeiten wir mit Bausätzen von www.funduino.de (weitere Infos siehe dort). Schriftliche Anleitungen und Videos ermöglichen euch viele verschiedene Geräte aufzubauen und zu programmieren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

6 Jüdisches Leben in Bünde: In diesem Projekt sollen in Gruppenarbeit verschiedene Aspekte und Zeitabschnitte jüdischen Lebens in Bünde vom 18. bis zum 20. Jahrhundert von den Schülerinnen und Schülern selbstständig unter Anleitung erarbeitet werden. Dabei werden der zunehmend rassisch geprägte Antisemitismus und die Diskriminierung (Ausgrenzung) der Juden in Bünde seit den 1920er Jahren und dann vor allem die systematische Ausgrenzung, Verfolgung, Vertreibung, Deportation und Ermordung der Juden aus Bünde in den 30er und 40er Jahren unter der Herrschaft des Nationalsozialismus im Mittelpunkt stehen. Auf der Basis fachwissenschaftlicher Veröffentlichungen zum jüdischen Leben in Bünde soll zum einen dem Schicksal einzelner jüdischer Familien nachgegangen werden, zum anderen sollen auch einzelne Aspekte jüdischen Lebens, z. B. religiöses Leben (Synagogengemeinde, jüdischer Friedhof), Bildung und Bildungsinstitutionen (religiöse Unterweisung und Schule), Teilhabe an wirtschaftlichen Entwicklungsprozessen der Stadt (z. B. Zigarrenindustrie), Teilhabe an politischer Herrschaft in der Stadt (Verwaltung, Parteien, Rat der Stadt) und Partizipation an den kulturellen Institutionen in Bünde (Feuerwehr, Schützenvereine, Sportvereine) besondere Berücksichtigung finden. Die SuS sollen in diesem Rahmen pro Gruppe (insg. drei bis fünf Gruppen, je nach Größe der Gesamtschülerzahl in diesem Projekt) eine Stadtführung zu Ihrem Thema erarbeiten und am letzten Tag die Gesamtgruppe wechselseitig in dieser Stadtführung mit den Ergebnissen ihres Themenbereichs in Form von Vorträgen vor einschlägigen Gebäuden und auf zentralen Plätzen Bündes bekannt machen. Materialien zur Erarbeitung der Inhalte werden in angemessenen Umfang zur Verfügung gestellt. Ziel dieses Projektunterrichts ist es auch, den Kontrast zu unserem heutigen Umgang mit Minderheiten in der gegenwärtigen Gesellschaft deutlich werden zu lassen und Anhaltspunkte zu gewinnen, wie wir heute diesen Minderheiten begegnen sollten, um ein gelingendes Zusammenleben zu gewährleisten.

7 Übungsleiterprojekt: Bist du mindestens 16 Jahre alt, dann erhältst du in einem überschaubaren Zeitaufwand einen „Rundumblick“, auf dem du aufbauen kannst. Du lernst eigenständig Übungsstunden anzuleiten, Mannschaften zu trainieren oder Jugendgruppen zu führen. Du übst das Auftreten und das Sprechen vor Gruppen, schnupperst in die Trainingslehre und den Aufbau von Sportstunden. All das erarbeitest du mit Deiner Gruppe in praktischen Übungen, in denen der Spaß nicht zu kurz kommt!
Du lernst:
• Sportangebote für Kinder und Jugendliche zu planen, anzuleiten und zu reflektieren
• gemeinsam Projekte und Maßnahmen in deinem Verein anzuschieben
• motorische Grundeigenschaften und Entwicklungen von Kindern zu fördern
• den Aufbau von Praxisstunden und Vermittlungsmethoden
• grundlegende Aspekte der Sicherheit, Aufsichtspflicht und Erste-Hilfe
Das Basismodul umfasst 30 Lerneinheiten mit jeweils 45 Minuten. Zum Erhalt der kompletten ÜL-Lizenz muss nach dem Basis- noch das Aufbaumodul (90 Lerneinheiten) erfolgreich absolviert werden. Die Teilnahmegebühr für das Basismodul beträgt 79 Euro pro Teilnehmer. Häufig werden die Kosten bei Vereinsmitgliedern komplett oder zu einem Großteil vom entsprechenden Verein übernommen.