Interview der STEINtimes mit Herrn Woltering

Interview der STEINtimes mit Herrn Woltering

 erstellt am 27.02.2018

Wir haben im Januar ein Interview mit Herrn Woltering durchgeführt und sind der Meinung, dass er sich sehr gut eingelebt hat. Hier folgt das Interview:
 
Mögen Sie Ihren Beruf?
Ja, sehr, ich übe ihn mit großer Leidenschaft aus. Für mich ist es nicht nur ein Beruf, sondern ganz klar eine Berufung.

Macht Ihnen die Arbeit Spaß?
 Ja, sehr! Sie ist sehr abwechslungsreich und (heraus)fordernd. Das mag ich sehr!

Haben Sie viel zu tun?
Ja, eine ganze Menge. Das Amt des Schulleiters ist sehr vielseitig und man ist ständig in Gesprächen, Sitzungen, Fortbildungen, Veranstaltungen und muss natürlich auch noch die allgemein üblichen Aufgaben hinsichtlich Verwaltung, Personal, Schulentwicklung usw. wahrnehmen.

Welche Pflichten haben Sie?
Die Pflichten habe ich gerade genannt; natürlich muss ich in erster Linie sicherstellen, dass der Unterricht den Vorgaben gemäß erteilt wird.

Seit wann sind Sie Lehrer?
Seit 2006, da hat mein Referendariat begonnen.

Welche Fächer unterrichten Sie?
Englisch und Geschichte.

Welche Sprachen sprechen Sie?
Englisch und Französisch.

An welchen Schulen haben Sie schon unterrichtet?
Ich war 11 Jahre am Gymnasium am Waldhof in Bielefeld tätig.

Wie finden Sie unsere Schule?
Natürlich ist es etwas anderes, an einer Innenstadtschule in Bielefeld tätig zu sein oder an einer Schule wie dem FvSG auf dem Land. Beides hat Vorteile, aber da ich gebürtig aus ländlicher Gegend komme und aufgewachsen bin und auch in ländlicher Gegend wohne, freut es mich, dass ich nun nach elf Jahren Stadterfahrung, wieder in einen eher ländlichen Bereich zurückkehre. Nun muss ich Bünde nur noch richtig kennenlernen.

Was, finden Sie, macht unsere Schule so besonders?
Ganz klar die Menschen: Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, Geduld, Ausdauer, Toleranz, Respekt, Wertschätzung, Mut, Mitgefühl, aber auch das natürliche Zulassen von und das Lernen aus Fehlern macht unsere Schule aus. Und auch wenn immer wieder Vieles von allen Seiten auf uns alle einströmt, so sehe ich das FvSG als den Fels, eben den STEIN in der Brandung.

Was wollen Sie an unserer Schule alles verändern?
Kleine Veränderungen gibt es fast täglich: Immer wieder wird etwas verbessert, korrigiert oder auf den Prüfstand gestellt. Große Veränderungen sollten wir als Schule immer gemeinsam angehen. Das FvSG ist eine sehr gute Schule. Daher sehe ich im Moment keine dringend notwendigen Veränderungen. Wichtig ist mir allerdings, dass sich unsere Schule im Rahmen der Digitalisierungsoffensive nun zügig mit großen Schritten weiterentwickelt. Der effektive, aber sicherlich auch immer kritische Einsatz und Umgang mit Medien für das (selbstständige) Lernen wird den zukünftigen Unterricht nachhaltig verändern. Der zeitweise Einsatz von mobilen Endgeräten zu unterrichtlichen Zwecken, verbunden mit einer Lernplattform, wird es uns ermöglichen, Unterricht noch einmal ganz anders zu denken und vor allem die individuelle Förderung im Unterricht tatsächlich auch möglich zu machen.

War Schulleiter schon immer Ihr Traumberuf?
Traumberuf Lehrer immer, Traumberuf Schulleiter zunächst nicht; mir war aber auch immer klar, dass ich nicht nur Lehrer in meinen Fächern sein wollte, sondern ich habe Schule immer als Ganzes sehen und verstehen wollen.

Mochten Sie als Schüler die Schule?
 Ja, ich mochte die Schulzeit sehr! Das mag jetzt der ein oder andere von euch nicht verstehen, aber ich habe die Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Menschen immer sehr geschätzt. Nun muss man wissen, dass ich sehr viele Jahre sehr aktiv in unserer damaligen Schülervertretung mitgearbeitet habe und auch Schülersprecher gewesen bin. Da nimmt man Schule noch einmal ganz anders wahr.

Waren Sie ein guter Schüler?
Ich war ein recht ordentlicher Schüler, der sich außerhalb des Unterrichts sehr für seine Schule engagiert hat.

Haben Sie schon mal eine Fünf oder Sechs geschrieben?
Ja! Wer nicht? Für meine erste Deutscharbeit in der Jgst. 5 hatte ich damals eine 5 bekommen. Das weiß ich noch sehr genau! Das lag aber nicht am Inhalt, sondern daran, dass ich in der Arbeit sehr viel geschrieben hatte und so sehr unter Zeitdruck gekommen war, dass man meine Arbeit kaum noch lesen konnte. Sie wurde mit mangelhaft bewertet und ich musste sie damals noch einmal komplett abschreiben.

Was haben Sie für Hobbys?
Hobbies allgemein: lesen, Sport (joggen, schwimmen), reisen und Sportbootfahren, Gartenarbeit.

Haben Sie noch Freizeit außerhalb der Schule?
Ja, ich habe auch noch etwas Freizeit. Sie verbringe ich entweder gern mit meinen genannten Hobbies oder in meiner doch recht großen Familie, denn ich liebe all unsere vielen immer wiederkehrenden Zusammenkünfte, Feierlichkeiten oder sonstigen Events.

Es gibt ja viele Events hier am FvSG, die unterschiedlich gestaltet sind; welches ist ihr Favorit?
Am FvSG finden ständig ganz viele wunderbare Events statt und ich finde sie allesamt gut. Die Darbietungen (Konzerte, Musical …) unserer musikalischen Ensembles gefallen mit ganz besonders!

Wie finden Sie die Schulpflicht?
Schule ist wichtig, weil Bildung wichtig ist. Eine gute Bildung ist die Grundlage für ein respektvolles und menschliches Miteinander in einer toleranten, hilfsbereiten, offenen und demokratischen Gesellschaft, in der ein jeder seinen Traum leben kann.

Finden Sie es gut, dass unsere Schule die Flüchtlinge fördert und unterstützt?
Das finde ich sehr gut. Auch ein Gymnasium muss seinen Teil dazu beisteuern, diesen Menschen eine gute Zukunft zu ermöglichen. Wenn wir aus unserer Heimat flüchten müssten, würden wir uns über eine solche Unterstützung in einem fremden Land ganz genauso freuen. Und ich finde es immer wieder erstaunlich, wie schnell unsere internationalen Schülerinnen und Schüler die deutsche Sprache lernen; besonders wenn man bedenkt, wie schwer unsere Sprache im Vergleich zu z.B. Englisch zu lernen ist.

Holen Sie sich Feedbacks von Schülern?
Im Unterricht tue ich das; als Schulleiter habe ich das noch nicht gemacht. Aber das wird noch kommen. Ich halte konstruktives Feedback in der Schule für sehr wichtig und sinnvoll.

An welches Wort denken sie als erstes, wenn sie an Schule denken?
Menschen.

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