Frühzeitig mit dem Forschen beginnen


Am 18.12.03 berichtete die "Neue Westfälische Zeitung" über das Teutolab.

Bünde (hey). "Die Ziele des teutolab-Netzwerkes stimmen mit den Bestrebung an unserem Gymnasium vollkommen überein. Wir wollen die Befähigung vermitteln, dass unsere Schüler selbständig neues Wissen erwerben und das erarbeitete Ergebnis kommunizieren und präsentieren können" erläuterte Dr. CLaudia Langer, Schulleiterin des Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, als am Dienstagnachmittag das Jahrestreffen des teutolab-Netzwerkes in der Mediothek des Gymnasiums stattfand.
 
Der Zusammenschluss des teutolab-Mitmachlabors der chemischen Fakultät der Universität Bielefeld mit Gymnasien und Gesamtschulen der Region Ostwestfalen-Lippe wurde zur Verbesserung der naturwissenschaftlichen Grundbildung von Schülerinnen und Schülern vollzogen. "Ziel unseres Projektes ist es dabei, durch die Zusammenarbeit von Schule und Hochschule Schulklassen Möglichkeiten zum frühzeitigen, chemischen Experimentieren zu bieten" so Dr. Rudolf Herbers, stellvertretender Leiter des teutolabs. Herbers informierte am Dienstag die anwesenden Lehrer zahlreicher weiterführender Schulen über die Arbeit an den Schulen, über Aktivitäten zur Begleitforschung des Projekts, über weiterführende Kooperationen mit außerschulischen Partnern und über die Möglichkeiten der Lehrerforschung.
 
Dabei konnten sich die Pädagogen vor Ort auch einen praxisbezogenen Überblick verschaffen. Seit einiger Zeit bietet das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium das "Steinilab" an, dass die beiden Naturwissenschaftslehrer Jens Ransiek und Gorden Thye vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium vorstellten. "Unser Bestreben ist es Kontinuität in die Naturwissenschaften zu bekommen" so Jens Ransiek, der das Modellfach Naturwissenschaften, kurz NAWI, vorstellte. NAWI wird ab dem Schuljahr 2005/2006 an allen weiterführenden Schulen als verbindliches Schulfach eingeführt und schon jetzt am FvSG erprobt.
 
"Wir haben extra die Wochenstunden in den Stufen fünf und sechs um eine Schulstunde erhöht, um hier vier Wochenstunden NAWI ermöglichen zu können" so Jens Ransiek. Abgehalten wir dieser Unterricht zumeist in dem "Steinilab", wo sich für die jungen Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit des Experimentierens bietet. Mit Hilfe einer Spende konnte der Schulraum so gestaltet werden, dass hier anhand von einfachen Experimenten erste naturwissenschaftliche Zusammenhänge erkannt werden können. Dabei besteht am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium auch das Bestreben, nicht nur den eigenen Schülerinnen und Schülern die Vorteile der Laboratmosphäre, die in dem Steinilab herrscht, zu bieten.
"Seit Anfang des Schuljahres haben 13 Grundschulklassen unser Angebot angenommen, unser Steinilab kennenzulernen" so Jens Ransiek zu der sehr positiven Resonanz auf das Anschreiben an die heimischen Grundschulen. Dabei erwarten die Grundschüler nicht nur ein Chemielehrer, sondern auch Schülerinnen und Schüler der Stufe neun.
 
"Wir haben Assistenten, die sich um die Grundschüler kümmern und ihnen die Versuchsaufbauten, Aufgabenstellungen und Ergebnisse erklären" so Gorden Thye, der den beaufsichtigenden Kollegen in einer Nebenrolle sieht. "Dabei profitieren beide Seiten von diesen Schülerassistenten. Die Grundschüler verlieren schneller die Scheu und können in Kleingruppen arbeiten, und die Assistenten sind mit Spaß an der Chemie und der Wissenvermittlung bei der Sache" so Thye zu der Kooperation, die "hervorragend klappt".
 
Die Pädagogen des teutolab-Netzwerks besuchten das Steinilab und trafen hier auf die jungen Assistenten, die gerade in kleine Chemieexperimente einführten. Die Idee "Schüler übernehmen Verantwortung" fand hier bei den Lehrern großen Anklang, die sich vor Ort auch über die Realisation eines solchen Labors an der eigenen Schule informierten. Dabei wird in dem Steinilab nicht nur der Unterricht für die Grundschüler durchgeführt, sondern hier wird auch das Projekt NAWI unterrichtet. Grundschulklassen, die Interesse an einem Experimentiernachmittag am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium haben, können sich direkt an Gorden.Thye@fvsg-buende.de wenden.

zurück