
Geteilter erster Platz bei Debattierwettbewerb
In der vierzehnten Auflage des Schulwettbewerbs „Jugend debattiert“ zeigte die Jahrgangsstufe 10 des FvSG ihre Fähigkeiten im Umgang mit komplexen und kontroversen Themen. Die Finaldebatte fand vor der gesamten Jahrgangsstufe im STEINwerk statt und bot den Schüler:innen die Möglichkeit, ihre Argumentationstechnik und Gesprächsfähigkeit zu kontroversen Streitfragen unter Beweis zu stellen. Die diesjährigen Sieger:innen, Jorin Bunte aus der 10c und Annemarie Kelch aus der 10d, werden das FvSG beim Regionalwettbewerb auf OWL-Ebene in Detmold vertreten.
Seit mehreren Wochen hatten sich die Schüler:innen der zehnten Jahrgangsstufe im Politikunterricht unter der Anleitung von Frau Ameling, Frau Fischer, Herrn Schütte, Herrn Flegel und Herrn Lücke mit der Struktur von Debatten und Techniken der Argumentation beschäftigt. Ziel war es, nicht nur Inhalte überzeugend darzulegen, sondern auch eine respektvolle und sachliche Diskussion zu führen, bei der auf die Argumente der Gegenseite eingegangen wird. Zu den zentralen Aspekten einer gelungenen Debatte gehörten unter anderem freies Sprechen, aktives Zuhören und die Fähigkeit, auch auf unerwartete Gegenargumente einzugehen und diese souverän zu entkräften.
Die Debatten begannen jeweils mit einer maximal zweiminütigen Eröffnungsrede, in der die Teilnehmenden ihre Positionen vorstellten. Es folgte eine zwölfminütige freie Aussprache, in der die Diskussion lebendig und offen geführt werden konnte. Zum Abschluss hielt jede/r Teilnehmende eine einminütige Schlussrede, in der die wichtigsten Argumente zusammengefasst und ein Abschlussstatement verfasst wurde. Dabei waren alle Teilnehmenden gefordert, sich nicht nur auf ihre eigene Position zu stützen, sondern auch fremde Perspektiven zu vertreten, um die Vielseitigkeit einer Debatte zu zeigen.
In den Vorrunden wurde zu den kontroversen Fragen „Soll es einen alljährlichen Schüleraustausch zwischen alten und neuen Bundesländern geben?“, „Soll für das Fahren von E-Scootern eine Führerscheinpflicht gelten?“ und „Soll Kupfergeld als gesetzliches Zahlungsmittel in Deutschland abgeschafft werden?“ gestritten. Am Ende qualifizierten sich die vier Schüler:innen Frieda Nass (10b), Jorin Bunte (10c), Lukas Michel (10c) und Annemarie Kelch (10d) für das Schulfinale.
Als Moderator der Veranstaltung führte Herr Schallenberg durch die drei Vorrundendebatten sowie die Finaldebatte und wies alle Teilnehmenden und die Zuschauer nochmals auf das Reglement von „Jugend debattiert“ hin. Der stellvertretende Schulleiter, Herr Ransiek, eröffnete nach den Vorrunden das Schulfinale und betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung sachlicher und fundierter Debatten in einer Demokratie, besonders in einer Zeit, in der täglich um die liberale Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gekämpft werden müsse. Das Schulfinale fand schließlich vor der gesamten zehnten Jahrgangsstufe statt, die der lebhaften Debatte aufmerksam folgten.
Die Jury setzte sich an diesem Tag aus den erfahrenen Schüler:innen Mats Hartmann (Q1), Celina Hebrock (EF), Pia Kristupeit (Q1), Lasse Letsch (EF) und Maurice Möhle (Q1) zusammen, die bereits in den vergangenen Jahren an dem Wettbewerb teilgenommen haben und das FvSG in Detmold erfolgreich vertreten haben. Ergänzt wurde die Jury durch die Fachlehrkräfte Herrn Lücke und Herrn Schütte. Die Jury bewertete die Debatten anhand der Kategorien Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.
Das Thema der Finaldebatte lautete: „Soll in Deutschland eine allgemeine Dienstpflicht für junge Menschen eingeführt werden?“ Frieda Nass und Jorin Bunte vertraten die Pro-Seite, während Lukas Michel und Annemarie Kelch die Contra-Position einnahmen. Nach einer spannungsgeladenen Debatte, die bis zum letzten Moment offen war, dauerten die Juryberatungen länger als üblich, weil zwei Debattant:innen punktgleich auf Rang 1 lagen. Vor diesem Hintergrund wurden erstmals zwei erste Plätze an Jorin Bunte und Annemarie Kelch vergeben, welche die Jury mit präzisen Argumentationen und einem starken Ausdrucksvermögen überzeugten.
Durch die wertschätzende Rückmeldung der Jury an die Debattierenden wurde klar, dass die Debatten auf einem hohen Niveau geführt wurden, die Schüler:innen über eine gute Sachkenntnis verfügten und wussten, wie sie ihre Argumente besonders ausdrucksstark präsentierten. Zudem waren alle Debatten davon geprägt, auf die Argumente der anderen Position einzugehen und diese eloquent zu entkräften.
Die Sieger:innen Jorin Bunte und Annemarie werden das FvSG am 26. Februar 2026 beim Regionalwettbewerb in Detmold vertreten, während Frieda Nass (Platz 3) und Lukas Michel (Platz 4) als Ersatzkandidat:innen zur Verfügung stehen.