Marlene Bartling beste Debattantin am FvSG

Marlene Bartling beste Debattantin am FvSG

von Glen Westerfeld (8a, Text), Tabea Wörmann (7e, Fotos) erstellt am 30.01.2019

FvSG qualifiziert zwei Schüler für Regionalwettbewerb in Detmold
 
Gemäß der jährlichen Tradition fand am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Bünde zu Beginn des Jahres (17.01.2019) das Schulfinale des bundesweiten Wettbewerbs „Jugend debattiert“ statt. Die zwölf Schülerinnen und Schüler, die zuvor in den Sozialwissenschaftskursen der Jahrgangsstufe EF im Rahmen einer mehrwöchigen Unterrichtsreihe ermittelt wurden, wurden in drei Vierergruppen eingeteilt. In diesen Gruppen wurde kurz vor Wettbewerbsbeginn ausgelost, welche beiden Debattierenden die Pro-Rolle bzw. welche beiden die Contra-Rolle übernehmen sollen
Die Zehntklässler mussten in den drei Vorrundendebatten dann über diese Themen debattieren: „Soll privates Silvesterfeuerwerk verboten werden?“, „Soll in Deutschland ein generelles Tempolimit auf Autobahnen eingeführt werden?“ und „Soll bundesweit für alle Hundehalter ein Hundeführerschein vorgeschrieben werden?“ Dabei war es wichtig, die wettbewerbserfahrenen und kompetenten Juroren – die allesamt bereits auf höheren Ebenen (in Detmold) debattiert/juriert haben – zu beeindrucken. Diese bestand aus zwei Lehrern (Johannes Baumann und Rainer Griestop), vier ehemaligen Teilnehmern (Linus Wetzlar, Leon Kühn, Laura Barth und Simon Scholz) sowie dem Zeitwächter (Tom Julian Heidenreich). Die Jury achtete besonders auf die Kriterien Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Jede Debatte bestand aus drei Teilen: Der zweiminütigen Anfangsrede, in der jeder Debattant in das Thema einführen und seinen Standpunkt begründen sollte, der zwölfminütigen freien Aussprache, in der argumentiert und diskutiert werden konnte, und aus dem einminütigen Abschlussplädoyer, in dem die Debatte zusammengefasst und die Argumente gewichtet werden sollte. Im Anschluss an die jeweilige Diskussion zogen sich die Juroren zur Beratung zurück, um zu besprechen, was die einzelnen Schüler gut gemacht haben und wo noch Verbesserungspotenzial besteht. Die besten vier Teilnehmer Sandra Glaubitz,  Marlene Bartling, Julian Kosacz und Nicolas Szafarczyk zogen nach überzeugenden Vorrundenleistungen ins Finale ein.
„Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann 'ne Gedichtsanalyse schreiben. In vier Sprachen.“ – so zitierte eine Finalteilnehmerin in ihrer Anfangsrede den viel diskutierten Tweet der Schülerin Naina. Anlass dafür war die Debatte über das Finalthema, ob ein Schulfach „praktische Lebensführung“ eingeführt werden sollte. Argumente waren die entstehenden Kosten, die längere Schulzeit, die auf die Schüler zu kommen würde, aber auch die schlechten Grundkenntnisse vieler Schüler über Steuern und Versicherungen. „Es war einer der besten Finaldebatten, die ich je erlebt habe!“ verkündete Lehrer und Moderator Tim Florian Schallenberg im Anschluss an die in der Tat sehr spannende und hochklassige Debatte den rund 150 Zuschauern (die gesamte Jahrgangsstufe war anwesend), die die Protagonisten mit lang anhaltendem Applaus bedachten. Am Ende ergab sich folgendes Ergebnis: Den vierten Platz belegte Nicolas Szafarczyk, den dritten Julian Kosacz und den zweiten Sandra Glaubitz. Verdiente Siegerin des Wettbewerbs wurde mit einer herausragenden Gesamtleistung Marlene Bartling.
Die vier Sieger werden nun am 20. Februar nach Detmold fahren, um dort mit den Siegern der anderen Schulen aus Ostwestfalen beim Regionalwettbewerb zu debattieren. Bartling und Glaubitz werden dort das FvSG vertreten, die anderen beiden fungieren als Ersatzkandidaten.

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