Das FvSG setzt klares Zeichen der Toleranz

Das FvSG setzt klares Zeichen der Toleranz

von Gunnar Woltering erstellt am 18.06.2021

Liebe Schulgemeinde,

heute muss ich mich in einer sehr ernsten Angelegenheit an Euch und Sie wenden.
Wie alle bereits wissen, hat in der vergangenen Woche eine Schülergruppe unserer Schule ein Zeichen für Toleranz gesetzt und eine LGBTQIA+ Flagge im Rahmen des "Pride Month" an unserer Schule gehisst. Ich betone an dieser Stelle nochmals, dass die Schulleitung sehr klar hinter dieser Aktion steht und die Schülergruppe in jeglicher Hinsicht unterstützt.

Diese Flagge wurde (vermutlich am Freitagnachmittag) am Fahnenmast hängend verbrannt. Ich weise hiermit sehr klar und mit deutlichem Nachdruck auf Folgendes hin:

Diese Aktion ist eine Straftat. Unsere Schule wird Anzeige bei der Polizei erstatten und den Staatsschutz informieren. Das FvSG ist eine weltoffene Schule. Bei uns haben Diskriminierung und Ausgrenzung einzelner - egal aus welchen Gründen - keinen Platz. Das Verbrennen der Flagge ist ein feiger Akt und ein Zeichen der Schwäche, weil der gesellschaftliche Dialog vermieden wird. Wir werden alles dafür tun, dass der / die Täter*innen ermittelt und zur Rechenschaft gezogen wird / werden. Sollte jemand sachdienliche Hinweise zu diesem Vorfall haben, bitte ich um eine kurze Information.

Schon jetzt ist klar, dass die Person/en, die diese Brandstiftung verantworte/n, genau das Gegenteil erreicht haben. Dieses Thema ist bereits in die breite Öffentlichkeit getragen und wird auch zukünftig einen noch deutlich höheren Stellenwert, nicht nur am FvSG, einnehmen. Die Flagge wird nun nicht mehr nur im Juni gehisst, sondern dauerhaft als klares Bekenntnis zu Toleranz an unserer Schule hängen. Ich bedanke mich im Namen der Schule, insbesondere im Namen der Schülergruppe, die das Projekt initiiert hat, für den überwältigenden Zuspruch und die ausnahmslos positive Resonanz für das Projekt der Schülergruppe, der bzw. die uns auf diesen Vorfall hin erreicht hat. Es tut gut, zu sehen, wie viel Solidarität wir erfahren, nicht nur von Institutionen und Personen in Bünde selbst, sondern auch weit darüber hinaus.
Als FvSG stehen wir zusammen.

Gunnar Woltering, Schulleiter



Stellungnahme des Kollegiums:


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