Ein Sommer voller Code, Spaß und neuer Freundschaften

Ein Sommer voller Code, Spaß und neuer Freundschaften

von Patrick Hansch (10a) erstellt am 27.09.2026

Im Frühjahr dieses Jahres, als der Stress der Halbjahreszeugnisse gerade frisch überstanden war, erreichte mich ein Schreiben von Herrn Sudeck mit der Frage, ob ich Lust auf eine Bewerbung bei der JuniorAkademie NRW hätte. Nach einer kurzen Recherche im Internet breitete sich erst einmal ein komisches Gefühl in meinem Bauch aus. Sollte ich 10 Tage meiner Sommerferien wirklich für ein Seminar abgeben? Trotz aller Bedenken wagte ich den Schritt und schrieb eine Bewerbung.
Die einzureichenden Unterlagen waren umfangreich: Neben einem Motivationsschreiben von mir und dem Nachweis über außerschulisches Engagement wurde auch ein Empfehlungsschreiben der Schule sowie einer Lehrkraft benötigt. Herr Kösling und Frau Schnieder sagten mir nach einer kurzen Rücksprache ihre Unterstützung zu, sodass der schulische Teil reibungslos klappte. Vorab musste ich mich außerdem für einen Schwerpunkt entscheiden. Meine Wahl fiel schließlich auf den Kurs „Microcontrolling“, da dieser perfekt zu meinen bisherigen Interessen passte.
Als Ende April die erhoffte, aber keineswegs selbstverständliche Zusage in meinem E-Mail-Postfach lag, war die Freude groß.
Am 3. August 2026 ging es dann endlich los. Die dreistündige Fahrt von Bünde nach Jülich wurde bei der Ankunft durch den Anblick eines Schlosses belohnt: Das Wasserschloss Haus Overbach sollte für die nächsten zehn Tage mein Zuhause sein. Bei schweißtreibenden 35 Grad Außentemperatur waren wir alle froh, als die Einführungsveranstaltung begann, an der auch unsere Eltern teilnehmen durften. Nach dem Beziehen der Zimmer und dem Abschied von den Eltern ging es direkt mitten ins Geschehen. Schon beim ersten Kurstreffen zeigte sich ein großer Vorteil, denn durch eine digitale Vorstellungsrunde im Vorfeld kannten wir uns alle schon ein wenig.
Von nun an war mein Tagesablauf prall gefüllt. Während vormittags und nachmittags die intensive Kursarbeit im Mittelpunkt stand, gab es unzählige kursübergreifende Angebote (sogenannte KüAs), die die Freizeit füllten – von Chor und Orchester bis hin zu Sport und Spieleabenden. Aufgrund des vollen Programms waren die ersten Tage zwar ziemlich stressig, doch ab dem dritten Tag spielten wir uns ein und gewannen etwas mehr Freiraum.
Highlights abseits des Unterrichts gab es viele: einen bunten Abend, eine Akademie-Disco und das gemeinsame Beobachten der Sonnenfinsternis auf den nahegelegenen Feldern samt anschließender Sternschnuppen-Jagd auf dem Dach der Akademie – allein das war schon ein unvergessliches Erlebnis.
Im fachlichen Teil des Kurses tauchten wir in die Grundlagen der Programmierung mit C++ in der Arduino IDE ein. Wir durften selbstständig an eigenen kleinen Projekten arbeiten, die wir am „Tag der Rotation“ den anderen Kursen stolz präsentierten. Als großes Gruppenprojekt erarbeiteten wir gemeinsam ein ferngesteuertes Auto inklusive passender Fernbedienung und einer Garage. Während dieser intensiven Projektphase sammelten wir ganz nebenbei echte Erfahrungen im Projektmanagement, da die Abstimmung zwischen den verschiedenen Untergruppen viel Koordination und Teamwork verlangte. Bei der großen Abschlussveranstaltung am letzten Tag ließen wir das Auto schließlich erfolgreich über die Bühne fahren. Es war ein tolles Gefühl, die finalen Ergebnisse aller Kurse vor unseren Familien zu präsentieren. Mit der feierlichen Übergabe der Urkunden hieß es dann Abschied nehmen – und der fiel nach dieser tollen Zeit sichtlich schwer.

Mein Fazit:
Für mich war die Zeit an der JuniorAkademie eine unglaublich bereichernde Erfahrung, auch wenn ich mich in den Ferien mit komplexen Themen auseinandersetzen musste. Die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Kursleitungen und die Standortleitung haben die Akademie für mich zu einer unvergesslichen Zeit gemacht. Ich freue mich schon jetzt darauf, alle beim Nachtreffen wiederzusehen!
Ein toller Nebeneffekt ist die Aufnahme in den „Club der Ehemaligen der Deutschen Schülerakademien“. Dadurch bleibe ich mit allen in Kontakt und kann auch in Zukunft an Seminaren teilnehmen, die mir mit Sicherheit bei meiner späteren Berufs- oder Studienwahl helfen werden.
Zusammenfassend habe ich viele nette Menschen aus ganz NRW kennengelernt und hatte trotz aller anfänglichen Zweifel einen riesigen Spaß. Falls du also jemals die Möglichkeit bekommen solltest, die JuniorAkademie zu besuchen: Nutze diese Chance unbedingt!
Zuletzt möchte ich mich ganz herzlich bei Herrn Sudeck für seine Unterstützung und die Motivation, es einfach mal zu versuchen, bedanken. Ein ebenso großer Dank gilt Herrn Kösling und Frau Schnieder für das tolle Empfehlungsschreiben sowie das wertvolle Feedback zu meiner Bewerbung.

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