STEINrundbrief Sommer 2021

STEINrundbrief Sommer 2021

von Gunnar Woltering, Jens Ransiek erstellt am 03.07.2021

Liebe Eltern,
liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
ein letzter STEINrundbrief für das Schuljahr 2021/22 ist da!

Wenn auch kurz, so möchten wir noch vor den Sommerferien auf einige Aspekte aufmerksam machen und Dinge ansprechen, die sich in den vergangenen Wochen ergeben haben.

Auszeichnung: 2. Platz des FvSG beim Stadtradeln Bünde
Das FvSG hat auf Anregung von Schüler*innen und unter der Federführung unseres Verkehrsbeauftragten, Herrn Gießelmann, erstmals am diesjährigen Stadtradeln teilgenommen und prompt den 2. Platz belegt! Es wurden 7.846 km geradelt und damit 1.153 kg CO2 vermieden. Die Auszeichnung in Silber sowie die Auszeichnung als radelaktivste Schule und als Teilnehmerin mit den meisten Radler*innen haben wir gestern von unserer Bürgermeisterin, Frau Rutenkröger, entgegennehmen dürfen. Ein herzlicher Dank geht an alle 75 (!) Radelnden, die uns zu diesem großartigen Erfolg verholfen haben. Völlig überraschend haben wir im Rahmen der Auszeichnung auch einen Scheck über 500€ überreicht bekommen. Nun werden sich Friedrich Harder, Elea Lohkemper und Max Pollmann, die unsere Teilnahme angeregt hatten, überlegen, was unsere Schule mit diesem anschaffen soll. Wir sind sicher, dass Ihnen etwas Passendes im Rahmen dieses Projekts einfallen wird.

DELF-Zertifikate übergeben
Mit der Verleihung des französischen Sprachdiploms - Diplôme d´Etudes en Langue Française – bescheinigt das französische Erziehungsministerium den Fremdsprachenlernerinnen und -lernern für Französisch die Beherrschung eines fest und jenseits von Schulzeugnissen definierten Kenntnisstandes. Dieser richtet sich nach dem europäischen Referenzrahmen für das Sprachenlernen, der für alle Fremdsprachenprüfungen in Europa gilt. Das Diplom eröffnet unseren Schülerinnen und Schülern langfristig die Möglichkeit an einer französischen bzw. französischsprachigen Universität studieren zu können ohne eine weitere sprachliche Aufnahmeprüfung (ab Niveau B2) ablegen zu müssen. Auch weisen sie ihre praktischen Sprachkenntnisse auf dem europäischen Arbeitsmarkt mit einem international anerkannten Diplom nach, das lebenslang seine Gültigkeit behält. Für unsere Schülerinnen und Schüler bedeutet das Ablegen einer Prüfung vor einer fremden Prüfungskommission eine starke Motivation zum Fremdsprachenlernen. Die Annahme dieser Herausforderung und der Erfolg stärken ihr Selbstvertrauen und ihre Persönlichkeitsentwicklung beim Erwachsenwerden. Am Freiherr-v.-Stein-Gymnasium bieten wir Französischlehrerinnen und -lehrer seit Beginn des Programms mit großem Engagement unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, DELF-Diplome abzulegen. Wir bieten jährlich AGs der verschiedenen Kompetenzstufen an: A1 und A2 (allgemeine Sprachverwendung), B1 und B2 (selbstständige Sprachverwendung) bzw. C1 und C2 (kompetente Sprachverwendung). Im vergangenen Schuljahr haben trotz der widrigen Umstände, inklusive der Verschiebung der Prüfungen von Juni auf September, bedingt durch die CoronaPandemie 61 Schülerinnen und Schüler des FvSG die Prüfungen der verschiedenen Niveaus bestanden. Damit sind wir eine der erfolgreichsten Schulen in NordrheinWestfalen. Alle unsere Schülerinnen und Schüler können ein solches Diplom ablegen, wenn sie – vorbereitet durch den Französischunterricht – sich zu den Prüfungen anmelden. Wir, die Französischlehrerinnen am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium organisieren für unsere Schülerinnen und Schüler regelmäßig seit über 20 Jahren die Prüfungstermine und sind mit unserer Schule regelmäßig Prüfungsstandort für den Regierungsbezirk Detmold. (Tanja Nehring)

Entlassung der Abiturient*innen
In diesem Jahr haben wir unsere Abiturient*innen im Häcker Wiehenstadion in Rödinghausen entlassen. Da ein Autokino in diesem Jahr nicht möglich war, wir aber aufgrund der Pandemiesituation auf eine Alternative zum Stadtgarten ausweichen mussten, sind wir sehr froh, dass uns die Entlassfeier dort ermöglicht worden ist. Die Veranstaltung war – trotz des Nieselregens – ein voller Erfolg und somit konnten wir auch diesen Abiturjahrgang gebührend verabschieden.
Und man sieht einmal mehr: Das STEIN ist kreativ und wir lassen und immer etwas Passendes einfallen! Nun wünschen wir unseren ehemaligen Schüler*innen viel Glück auf ihrem weiteren Lebensweg; getreu ihrem Abiturmotto: „Coronabi – Mit Abstand die Besten!“ Das übrigens waren sie wirklich, denn der diesjährige Abiturjahrgang hat den besten Abiturdurchschnitt seit 15 Jahren, also seit 2006 erreicht! Darüber hinaus ist es einer Schülerin gelungen, die höchste Punktzahl im Abitur seit 1976 zu erlangen. Beides sind großartige Leistungen, die zeigen, was für einen tollen Jahrgang wir gerade verabschieden mussten.
Der nächste Jahrgang steht nun schon in den Startlöchern und wir sind sicher, dass es auch diesen Schüler*innen gelingen wird, das Abitur zu meistern. Komme, was wolle – gemeinsam schaffen wir das!
 
Ausblick: Neues Lernzeitenkonzept im Jahrgang 8
Ein zentrales Arbeitsvorhaben der Schulentwicklungsgruppe war in diesem Schuljahr die Weiterarbeit an unserem Lernzeitenmodell.
Das in diesem Zusammenhang entstandene Konzept für den Jahrgang 8 wurde im Juni zunächst in der Lehrerkonferenz und anschließend in der Schulkonferenz vorgestellt. Letztere hat daraufhin einstimmig dessen Erprobung im Schuljahr 21/22 beschlossen. 
Konkret bedeutet dies für die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen, dass sie weiterhin vier Lernzeiten pro Woche haben, von denen jedoch nur zwei weiterhin dem individuellen Lernen für die schriftlichen Fächer (Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch/ Latein) vorbehalten bleiben. In diesen beiden Stunden wird das bereits bekannte Vorgehen aus dem Jahrgang 7 fortgesetzt, dass Schülerinnen und Schüler jeweils für einen mehrwöchigen Zeitraum Aufgaben aus verschiedenen Kompetenzbereichen erhalten, aus denen sie (begleitet und beraten durch die Fachlehrkräfte) zunehmend eigenverantwortlich die Übungen auswählen, die ihrem eigenen Übungsbedarf und Lernfortschritt entsprechen. Gerade die Erfahrungen im Distanz- und Hybridunterricht hat deutlich gezeigt, wie sehr Schülerinnen und Schüler davon profitieren, wenn sie Lernzeiten flexibler gestalten und individualisierte Lernzugänge wählen können.
Gleichzeitig ist in den letzten Monaten klar geworden, dass auch das Lernen in den nicht-schriftlichen Fächern neue Rahmenbedingungen braucht. Gerade dort haben wir festgestellt, wie unsere Schülerinnen und Schüler im Distanzunterricht davon profitiert haben, sich intensiver mit einem Unterrichtsgegenstand beschäftigen zu können, zum Beispiel indem sie sich schriftlich mit bestimmten Fragestellungen vertiefend auseinandersetzten oder komplexere Aufgabenstellungen über mehrere Wochen hinweg bearbeiteten.
Vor diesem Hintergrund sind wir zu dem Entschluss gekommen, im Jahrgang 8 zwei der vier Lernzeiten für die Arbeit in den nicht-schriftlichen Fächern zu nutzen. In diesen Lernzeiten soll es vor allem um das Üben und Anwenden methodischer, fachspezifischer (besonders auch, aber nicht nur schriftlicher) Kompetenzen gehen.
Damit aber trotz der Vielzahl von Fächern anwendungsbezogenes Lernen in größeren Zusammenhängen möglich ist, wird das Schuljahr in sechs mehrwöchige Blöcke eingeteilt. Zu Beginn jedes Halbjahres erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Übersicht über die in den Fächern Biologie, Physik, Chemie, Wirtschaft/Politik, Geschichte und Kunst bzw. Musik zur Wahl stehenden Themengebiete und suchen sich hieraus pro Halbjahr drei Themen aus.
Diese Themengebiete orientieren sich am regulären Fachunterricht. So kann im Unterricht erarbeitetes Wissen vertieft und ergänzt werden. Auch Kooperationen zwischen verschiedenen Fächern sind denkbar. Die im Rahmen der Lernzeiten erbrachten Leistungen und Produkte gehen in die Note für die Sonstige Mitarbeit des entsprechenden Faches ein.
Im Verlauf des Schuljahres sollen Schülerinnen und Schüler Themenangebote aus mindestens vier verschiedenen Fächern wählen. Dadurch sollen einerseits vielfältige Lernanreize gegeben werden, andererseits aber auch individuelle Schwerpunktsetzungen abhängig von den eigenen Stärken und Interessen möglich sein.
Sollten Schülerinnen und Schüler große Schwächen und somit erhöhten Übungsbedarf in den schriftlichen Fächern haben, können sie nach Rücksprache mit den Mentorinnen und Mentoren und Beschluss der Klassenkonferenz in einzelnen Blöcken statt in einem nicht-schriftlichen Fach an der Aufarbeitung ihrer Defizite arbeiten. Aber auch besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler können zum Beispiel nach Rücksprache einzelne Blöcke zur Vorbereitung auf Wettbewerbe nutzen. Denn natürlich ist und bleibt es Ziel unseres Lernzeitenkonzeptes, dass alle möglichst erfolgreich und an ihren individuellen Bedürfnissen orientiert bei uns lernen können. Allen Lehrkräften kommt in diesem Zusammenhang die wichtige Funktion des Lernberaters zu.
Geplant ist außerdem, dass die Lernzeiten aller 8. Klassen von Kolleginnen und Kollegen sowohl der nicht-schriftlichen als auch der schriftlichen Fächer betreut und parallel gelegt werden, sodass eine möglichst breite Beratung der Schülerinnen und Schüler in den verschiedenen Fächern möglich ist.
(Tanja Bormann)

Baumaßnahmen
Gerade wurden die Baumaßnahmen am Außengelände unseres STEINwerks endlich fertiggestellt. Der Bauzaun ist weg und man kann endlich wieder um das Gebäude herumgehen. Geplant sind nun noch weitere Sitzmöglichkeiten in Form von Sitz-Tisch-Bänken. Zudem wird der Beetbereich links neben dem STEINwerk erneuert und mit weiteren Sitzmöglichkeiten versehen. Hier werden auch weitere bienen- bzw. insektenfreundliche Bepflanzungen erfolgen.
In den Sommerferien werden in vielen Klassenräumen die Fußböden erneuert. Geplant ist das für nahezu alle Klassenräume, aber nicht alles wird bereits in den großen Ferien erfolgen. Manches muss dann in den Herbst- oder Weihnachtsferien erledigt werden.
Nach den großen Wasserschäden beginnt nun bald die Instandsetzung unseres Sekretariats, einiger Büros sowie Teile des Lehrerzimmers und der Lehrerarbeitsplätze. Leider werden sich diese Maßnahmen noch länger hinziehen, sodass nicht mit einer Fertigstellung zu Schulbeginn zu rechnen ist.

Personelle Situation der Schule
Die personelle Situation der Schule für das kommende Schuljahr ist äußerst prekär. Das hat mit verschiedenen Aspekten zu tun, deren Erklärung an dieser Stelle zu weit führen würde, die aber im Rahmen der ersten Schulpflegschaftssitzung im neuen Schuljahr noch einmal näher erläutert wird. Die Folgen dieser Situation werden weiter unten erklärt.
Leider müssen wir uns in diesem Jahr von einigen Kolleg*innen verabschieden:

  • Frau Czaplinsky und Frau Granson verlassen unsere Schule und die Stadt Bünde und werden auf eigenen Wunsch versetzt.
  • Herr Knoll wird seinen Studienort wechseln, sodass er uns leider auch nicht mehr zur Verfügung stehen wird.
  • Herr Winterkamp hat eine feste Stelle an einer anderen Schule erhalten.
  • Frau Stallmann wird im November in das Referendariat starten. Sie bleibt uns aber bis dahin noch als Unterstützerin in der Aufarbeitung von Lernrückständen erhalten.
  • Frau Lubos verlässt unsere Schule ebenfalls auf eigenen Wunsch, um ihre Arbeit an einer anderen Schule fortzusetzen.
Wir danken diesen Kolleg*innen sehr herzlich für ihr Engagement in den vergangenen Jahren. Sie haben unsere Arbeit hier am FvSG maßgeblich unterstützt und haben stets im Sinne unserer Schüler*innen gehandelt. Wir wünschen Ihnen allen alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg.
  • Unsere FSJler, Niklas Heinze und Fabio Dornbusch, verlassen uns ebenfalls, da ihr Jahr endet. Auch wenn wir bereits zwei Nachfolger*innen für das kommende Schuljahr gefunden haben, sei an dieser Stelle angemerkt, dass uns Niklas und Fabio sehr fehlen werden: Sie haben uns gerade in diesen schwierigen und herausfordernden Pandemiezeiten ganz herausragend und äußerst zuverlässig unterstützt und das nicht nur in Bezug auf die Notbetreuung und das Vor- und Nachsortieren der vielen Coronatests.

Stundenkürzung in Jahrgang 7 und 9
Aufgrund der sehr angespannten Personalsituation zu Beginn des neuen Schuljahres wird es uns leider seit langer Zeit zum ersten Mal nicht mehr möglich sein, den Unterricht in der Sekundarstufe I ungekürzt zu erteilen.
Um nicht den Unterricht in einem Fach kürzen zu müssen, haben wir uns dazu entschlossen, eine Lernzeitstunde in den Jahrgangsstufen 7 und 9 als Präsenzstunde mit Betreuung durch eine Lehrkraft in der Schule zu streichen. Da die Lernzeiten in diesen Jahrgangsstufen ohnehin nach einem Modell stattfinden, in dem die Schüler*innen bereits längerfristige Arbeitsaufträge in den schriftlichen Fächern erhalten, wird diese eine Lernzeitstunde pro Woche (45 Minuten) als Distanzstunde in den häuslichen Rahmen verlagert. Das bedeutet: Im Stundenplan werden 35 Wochenstunden als Präsenzstunden in der Schule ausgewiesen. An einem der Langtage endet der Unterricht dann bereits um 14.50 Uhr. Dafür haben die Schüler*innen die Aufgaben für die nicht in der Schule stattfindende Lernzeit zu Hause zu erledigen. Dabei sind sie zeitlich flexibel. Die Aufgaben müssen lediglich innerhalb der Schulwoche bearbeitet werden.
Wir hoffen, dass sich die Personalsituation im Verlauf des Schuljahres entspannen wird und wir die Lernzeitstunde dann wieder mit Betreuung durch die Lehrkraft in der Schule stattfinden lassen können. Vielen Dank für Eurer und Ihr Verständnis!

Student*innen als Assistenzlehrer*innen in den Jahrgängen 5 & 6
Mit Beginn des neuen Schuljahres werden in den Jahrgangsstufen 5 und 6 in jeweils einer Stunde pro Woche in den schriftlichen Fächern D, E, M die Fachlehrkräfte durch eine Studentin/einen Studenten unterstützt. Diese Unterstützung dient der individuellen Förderung unserer Schüler*innen und soll helfen, ggf. aufgetretene Defizite aus der Zeit des Distanzunterrichts aufzuholen. Die Studentinnen und Studenten werden in der zur Verfügung stehenden Zeit mit nach Absprache mit der Lehrkraft einzelnen Kindern gezielt arbeiten. Möglich wird dieser Einsatz durch Ganztagsmittel über den Förderverein.

Termine
Eine vollständige Übersicht über die Termine befindet sich unter www.fvsg-buende.de oder in IServ (https://iserv.fvsg-buende.de).
An dieser Stelle weisen wir nur auf folgende Termine hin:
  • Donnerstag, 19. August 
    Elternabend 8 mit Berufsorientierung 19:00 - 21:00
  • Montag, 23. August 
    Elternabend 6 mit Medienerziehung 19:00 - 21:00
  • Dienstag, 24. August 
    Elternabend 7 19:00 - 21:00
  • Mittwoch, 25. August
    Elternabend 5 19:00 - 21:00
  • Donnerstag, 26. August
    Elternabend Q1 19:00 - 20:00
  • Freitag, 27. August
    Runder Tisch 1 16:00 - 17:30
  • Montag, 30. August
    Elternabend EF 19:00 - 21:00
  • Dienstag, 31. August
    Elternabend 9 19:00 - 21:00
  • Mittwoch, 01. September
    Elternabend Q2 19:00 - 20:00
  • Dienstag, 05. Oktober
    Elternabend Suchtprävention Jahrgang 9 19:00 - 20:30

Liebe Eltern,
liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir wünschen Euch und Ihnen sowie Euren und Ihren Familien erholsame Sommerferien, und freuen uns weiterhin über eine gute Zusammenarbeit mit Euch und Ihnen allen an unserem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium! Erholt Euch / Erholen Sie sich ausgiebig und kehrt / kehren Sie gesund zurück!
Herzliche Grüße

Gunnar Woltering, Schulleiter                   Jens Ransiek, stellvertretender Schulleiter

zurück