Zurück in die Vergangenheit - Der Bunte Abend der Q2

Zurück in die Vergangenheit - Der Bunte Abend der Q2

von Nico Ebmeier (Q2) erstellt am 30.01.2018

Die Q2 des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Bünde stellte am Donnerstag- und Freitagabend seine Talentshow im Forum Ennigloh vor. Insgesamt schauten sich über 1000 Besucher das Spektakel an

Bünde. „Es ist echt ein bisschen schade, dass wir alle schon Abi machen“, sagte Moderatorin Isabell Exner am Ende eines Abends voller Talenten und Vorführungen. „Das ist einfach so eine tolle Stufe“, führte sie fort. Unter dem Motto „Zurück in die Vergangenheit“ veranstalteten die baldigen Abiturienten ihren Bunten Abend am Donnerstag- und Freitagabend. Eine Reise durch die Zeit unternahmen die drei Moderatoren Exner, Carl Schwarze und Justus Rudolf. Immer mit dabei: Das Zeitreisemobil DeLorean aus dem Kultfilm „Zurück in die Zukunft“, das die drei sowie das Publikum in die fünfte Klasse oder auch in die Zukunft kutschierte.

Chronologisch richtig begann aber der Abend mit einem Rückblick in die fünfte Klasse. Dort fand der Unterstufenwettkampf zwischen allen Fünftklässlern statt. Aber anstatt schülerinternen Duellen hieß es diesmal Schüler gegen Lehrer. Drei Schüler aus den Sport-Leistungskursen duellierten sich im Sackhüpfen und Bobbycar-Rennen mit drei Lehrern aus dem Publikum. Nach einem klaren Schülersieg ging es in der sechsten Klasse weiter. März 2012, Stufenfahrt zur Nordseeinsel Wangerooge, Künstlerischer Abend: Richard Krämer und Joshua Pauck der 6d performten den „Wooge-Rap“, der den meisten Schülern heute noch ein Ohrwurm zu sein schien. Einziger Unterschied dieses Mal: Anstatt mit Sonnenbrille und farbigen T-Shirts traten die beiden nun oberkörperfrei auf.

Nun wurde es aber erst richtig künstlerisch: Als Erstes spielten fünf Pianisten gleichzeitig das Klavierstück „O Happy Day“, danach zeigte die Rope-Skipping-Gruppe der TG Ennigloh und ein Tanzkurs der Schule ihr Können. Kurz darauf gab es einen ersten Höhepunkt des Abends. Die Hip-Hop-Tänzer „Next Step“ des Tanzhaus Marks, die im letzten Jahr den Europameistertitel errangen, ließen das Parkett im Publikum das erste Mal wirklich beben. Kurze Zeit später waren die Lehrer wieder gefragt. Es ging darum, bestimmte Gegenstände möglichst schnell aus dem Publikum zu besorgen. Der als letztes Schnürsenkel, Audi-Schlüssel oder eine Telefonnummer besorgt hatte, schied jeweils aus.
Dem Publikum wurde generell zu keiner Zeit langweilig. Immer wieder traten die Auktionatoren Luis Kampeter und Paul Lückemeier auf und versuchten dem Publikum möglichst viel Geld bei Versteigerungen heraus zu kitzeln. Besonders schwer zu ersteigern waren eine Tanzstunde, ein Drei-Gänge-Wild Menü oder eine türkische Feinverkostung. Dort passierten die Gebote schnell die 200 Euro-Marke.

Nach der 15-minütigen Pause begann der besonders witzige Teil des Abends. Zunächst wurde das sogenannte „Rinn-Quiz“ nachgespielt. In der Wissensshow des Religions- und Geschichtslehrers Matthias Rinn werden die Schüler am Ende jeder Unterrichtsstunde auf ihr Allgemeinwissen getestet. Obwohl die Schüler eigentlich vor Quiz-Erfahrung strotzen dürften, gewannen die Lehrer das Duell mit 5:0. Für diese Niederlage rächten sich die Schüler allerdings postwendend in der „Lehrer-Parodie“. 14 Schüler stellten sich die Frage, wie denn wohl eine große Feier unter Lehrern aussehen würde.  Während sich der ein oder andere Lehrer im Publikum lieber im Boden hätte vergraben wollen, gab es vom Rest der 1000 Besucher großen Applaus.

Dass in der Stufe weitere Talente schlummern, zeigten die nächsten beiden Acts. Die Schülerband „Crosswalk“ überzeugte mit rockigen und punkigen Klängen. Und Nico Ebmeier sorgte mit seinem Poetry Slam „Historymaker“ für großen Applaus im Publikum. Auch wenn sich der Abend dann langsam dem Ende neigte, war eines für die Moderatoren klar. „Wir sind sicher die geilste Stufe aller Zeiten“, rief Carl Schwarze später. Doch der emotionale Höhepunkt wartete noch. Gitarrist Jonas Moritz und Sängerin Julika Knollmann spielten das Stufenlied „Viva La Vida“ der englischen Musikgruppe Coldplay. Ab der dritten Strophe wurden sie dabei vom Mädchen- und Jungenchor der Stufe unterstützt, ehe zum Ende alle 160 Schüler auf der Bühne standen und das Lied zu Ende sangen. Nicht nur im Publikum floss dabei die ein oder andere Träne. Dass der Abend aber nicht mit traurigen Gedanken endet, dafür sorgte die darauffolgende Stufenfeier, bei der sich sowohl Lehrer, Schüler und Eltern das ein oder andere Kaltgetränk teilten.

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