Internetscouts

Internetscouts

von Jürgen Flegel erstellt am 15.10.2012

Chatten - Copyright - Community
Die Ausbreitung der sozialen Netzwerke geht unaufhaltsam voran. Wer allerdings „WhatsApp“, „Instagram“ oder „YouTube“ mit Spaß nutzen will, sollte einige Regeln beachten, um sich vor unliebsamen Überraschungen zu schützen. Da gibt es die überflüssigen Meldungen, mit denen wir überschüttet werden, eine Unterhaltung, die aus dem Ruder läuft oder peinliche Bilder, die sich rasend schnell im Netz der Netze verteilen – um nur einige Beispiele zu nennen. Außerdem werden die Nutzer der sozialen Netzwerke immer jünger und damit leider auch unbedarfter.
Es gilt also Erfahrungen, Wissen und Kompetenzen zu vermitteln, um das Internet sicherer und mit Freude nutzen zu können.
 
Aber wer soll das tun?
 
Wir am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium haben beschlossen, unsere Schüler beim Eintritt in die Welt der Communities zu unterstützen. Dafür nutzen wir das Projekt „Internetscouts“. Ein „erfahrene Schüler helfen jüngeren Mitschülern“ Projekt.
 
Was heißt das konkret?
 
Schritt eins: Ausbildung von Schülern der Klasse 9 oder EF zu Internetscouts
 
Bis zu 10 Schüler werden durch einen medienerfahrenden Kollegen zu Internetscouts ausgebildet. Die angehenden Scouts beschäftigen sich intensiv mit den Fragen ...
 
„Wie bewege ich mich sicherer in sozialen Netzwerken?“
„Wie verhindere ich unliebsame Überraschungen“?

„Wie übermittle ich diese Kompetenzen meinen Mitschülern?“
 
Inhaltlich geht es dabei um folgende Aspekte:
-       Wo fängt meine Privatsphäre an?
-       Bilder von mir und anderen im Internet
-       Was ist im Internet erlaubt – und was nicht?
-       Verhaltenskodex - vom richtigen Umgang miteinander – auch im Netz.
-       Was können wir gegen Cybermobbing tun?
 
Um diese und viele weitere Fragen beantworten zu können, setzen sich unsere Scouts mit den Persönlichkeits- und Urheberrecht auseinander und lernen die Konsequenzen für das Surfen im Internet kennen. Denn: „Nicht alles was geht ist auch erlaubt!“
Außerdem beschäftigen sich unsere Internetscouts mit dem Phänomen Cybermobbing. Dabei geht es im Wesentlichen darum Wege zu finden, um Cybermobbing von Anfang an zu verhindern.

Nach einigen Unterrichtsstunden ist das Training abgeschlossen. Die Scouts sind dann mit Materialien und vielen Ideen ausgestattet und in der Lage, ihr Wissen an jüngere Mitschüler weiterzugeben. Während der Ausbildung lernen die Scouts passende Methoden kennen, damit sie die genannten Themen gemeinsam mit den Mitschülern bearbeiten können.
  
Schritt zwei: Internetscouts machen „Unterricht“
 
Die Schulung der Mitschüler erstreckt sich dabei über einen längeren Zeitraum. Wir starten in der Klasse 5 mit den Themen:
- Bilder machen und verbreiten
- der Klassenchat.

In Klasse 6 steht die Kommunikation mithilfe des Internets im Vordergrund.

In der siebten Klasse sollen sich die Schülerinnen und Schüler schließlich mit dem Problem „Cybermobbing“ auseinandersetzen.
 
Das Internet steht im ständigen Wandel und es ergeben sich immer wieder neue Themenfelder, die wir in den Fokus nehmen müssen. So entwickeln wir zurzeit eine kleine Unterrichtsreihe zum Thema Fake-News und Faktencheck.
Unsere Internetscouts führen aber nicht nur Schulungen durch. Sie verstehen sich auch als Ansprechpartner für ihre Mitschüler in Fragen von „Internet und Sicherheit“. 

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