Exkursion zur Wewelsburg
Zusammen mit Frau Sauerland und Herrn Diekmann verließ die Klasse 10a am 25.11.2025 den gewohnten Unterrichtsraum, um einen Ort zu besuchen, an dem Geschichte anschaulich vermittelt wird: die Wewelsburg. Die Dreiecksburg, die im Nationalsozialismus unter Heinrich Himmler zum ideologischen Zentrum der SS ausgebaut wurde, ist heutzutage ein Museum. Ziel der Exkursion war es, parallel zum Unterricht die Verbrechen des Nationalsozialismus durch konkrete Orte und Objekte greifbarer zu machen.
Nach vier Stunden regulärem Unterricht am Vormittag begann die Exkursion mittags mit einer Busfahrt zur Wewelsburg. Die Schüler/-innen verfügten bereits über einige Vorkenntnisse, da im Unterricht zuvor ein einführender Film gezeigt worden war; dieser erwies sich als hilfreich, um sich in der Ausstellung zu orientieren.
Vor Ort wurden die Schüler/-innen von dem Historiker Norbert Ellermann empfangen, der die Gruppe durch verschiedene Bereiche der Burg führte und über diese referierte. Seine Vorträge waren verständlich, eloquent und trotz des ernsten Themas humorvoll gestaltet. Besonders eindrucksvoll fanden die Jugendlichen den Besuch der Gruft, eines Raumes, der nicht nur durch seine Symbolik, sondern auch durch seine ungewöhnliche Schallverteilung auffiel. Durch eine kurze Demonstration von Herrn Ellermann wurde deutlich, wie gezielt Architektur zur Inszenierung von Macht genutzt wurde. Die Schüler/-innen konnten diese Wirkung selbst ausprobieren, was sie sichtlich erstaunte.
Eine weitere Etappe der Führung war der Obergruppenführersaal. Unter anderem wurde thematisiert, dass die Wewelsburg bis heute Anziehungspunkt für rechtsextreme Einzelpersonen und Gruppen ist, wodurch deutlich wurde, dass die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus keineswegs nur der Vergangenheit angehört. Anschließend ging es für die Teilnehmenden zu dem Teil der Ausstellung, welcher das nahegelegene Konzentrationslager sowie die Rolle von Zeitzeugen thematisierte, deren Berichte die Schüler/-innen besonders berührten.
In der darauffolgenden Geschichtsstunde wurde die Exkursion reflektiert, und die Rückmeldungen fielen überwiegend positiv aus. Die Schülerin Velina Zimparova (10a) schilderte ihre Eindrücke folgendermaßen: „Man hatte es richtig vor Augen. Wenn man es nur im Geschichtsunterricht hört, kann man es sich kaum vorstellen, aber wenn man die Gegenstände und den Ort selbst sieht, wirkt alles viel eindrucksvoller.“
Abschließend lässt sich festhalten, dass die Exkursion zur Wewelsburg ihr Ziel erreicht hat: Die Schüler/-innen sammelten an diesem Tag eindrückliche Erfahrungen, die sie nicht so schnell vergessen werden.