Müll ab sofort getrennt

Müll ab sofort getrennt

von Westfalen Blatt erstellt am 28.10.2016

Schülerfirma des Stein-Gymnasiums beteiligt sich an Nachhaltigkeits-Projekt
 
Bünde (BZ/hr). Den Müll nach Materialien zu trennen, ist in Privathaushalten inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Anders sieht es aber in den Klassenräumen vieler Schulen aus. So sucht man beispielsweise eine Mülltrennung in der Pausenhalle oder den Klassen des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums (FvSG) bislang vergebens. Ein Zustand, den die Schülerfirma „Schere-Stein-Papier“ verändern möchte. Die eingetragene Schülergenossenschaft, die von der Volksbank unterstützt wird. hat es sich um Ziel gesetzt, nachhaltig zu wirtschaften. Und dazu gehört natürlich auch eine Mülltrennung nach Rohstoffen und verwendeten Materialien. „Wir wollen etwas Gutes für unsere Schule tun“, sagt Annika Mazziotti, die als Lehrerin die Schülergenossenschaft betreut. So habe man bereits im vergangenen Jahr von der Gewinnausschüttung der Schülergenossenschaft ein „Insektenhotel“ für die Schule finanziert. Da man sich aktuell an der Bildungsinitiative „Schülerfirmen als Fair-Trade-Botschafter“ beteilige, habe man am Gymnasium ein Projekt initiieren wollen, das für Nachhaltigkeit stehe. „Und da ist uns der Gedanke gekommen, einen Müllbehälter anzuschaffen, der eine Trennung in Papier, Verpackungs- und Restmüll ermöglicht.“ Der Sammelbehälter sei zum einen Teil aus Mitteln der Bildungsinitiative, zum anderen aus der Gewinnausschüttung der Genossenschaft finanziert worden. Er stehe jetzt direkt vor der Schulcafeteria.

Jens Ransiek, kommissarischer Leiter des FvSG, begrüßt das Projekt der Schülergenossenschaft. „Leider ist gerade im Bereich Pausenhalle und -hof die Tendenz zu beobachten, dass Verpackung einfach dort hinterlassen wird, wo man sie nicht mehr benötigt“, so seine Feststellung. Das sei nicht zuletzt einer gewissen Bequemlichkeit zuzuschreiben.

© Westfalen Blatt, 26.10.2016

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